The Magicians | Poached Eggs (3×07)

„What’s the point of lying? You people will just going to do what you do – regardless.“


Während Quentin einen Trip in die Unterwelt plant, versuchen Margo und Eliot, die Elfenkönigin zu erpressen. Spoiler!

No magic is everyone’s problem

Margo und Eliot beschließen, die Elfenkönigin zu erpressen: Im Austausch gegen die gestohlenen Eier soll sie ihre Badewanne sämtlichen Bewohnern von Fillory schenken – mit dem praktischen Nebeneffekt, dass dann alle die Elfen sehen könnten. Unterdessen planen Quentin und Poppy mit Pennys Hilfe, den zuletzt von einem Drachen verschluckten Schlüssel aus der Unterwelt zu holen. Dafür allerdings brauchen sie Kady, und die sitzt noch immer in der Psychiatrischen Anstalt fest.

Eine reichlich chaotische Handlung

Nach einem kurzen Höhenflug scheint die Serie mit „Poached Eggs“ wieder im eigenen Chaos angekommen zu sein. Die Folge besteht aus drei Plots, die realistisch betrachtet nichts miteinander zu tun haben und dazu noch reichlich lieblos zusammengepappt wurden. Die einen mögen das als dynamisch und temporeich loben, für mich war das alles erschreckend langweilig, und vor allem kam nie irgendein ein Gefühl dabei rüber.

„There wasn’t a blood test to tell me to be High Queen. I chose it. And I have had to fight for every shred of authority. And no offense, but you can’t understand because it was handed to you.“

Margo lehnt sich auf – doch wieso?

Eines der besten Beispiele dafür ist die Handlung in Fillory. Seit die Elfen aufgetaucht sind, bestehen die Plots nur noch aus Aktion und Reaktion, und aus der Idee, dass Margo darin gefangen ist, wird im Grunde nichts gemacht. Sicher hat es Kraft, wenn sie Eliot erklärt, dass sie nicht so lange gekämpft hat, um jetzt aufzugeben und einfach nach Hause zurückzukehren, aber diese Sturheit war immer schon da und zeigt keinerlei Entwicklung. Schlimmer noch, es wird eigentlich nicht nachvollziehbar gemacht, warum sie so denkt. Was bedeutet ihr Fillory? Ist es nur der Titel Königin? Fühlt sie eine Verantwortung gegenüber den Bewohnern? Was?

Viel Planungsarbeit

Quentins Beharrlichkeit, den Schlüssel aufzutreiben, ist da wenigstens etwas stimmiger, obwohl ich gestehen muss, dass ich den Kern des Plans nicht wirklich verstanden habe. Penny muss in die Unterwelt, um was zu tun? Und welche Rolle genau spielt Harriet dabei? Seht ihr, so was passiert, wenn von Plot zu Plot gehüpft und ständig nur konspiriert wird. (Ich glaube, ich merke gerade, was das eigentliche Problem der Folge ist: Es passiert nichts, stattdessen wird nur fürchterlich viel geredet und spekuliert.) Ich bin mir auch noch nicht ganz sicher, wie Poppy in all das hineinpasst, zumindest wäre ich vorsichtig, ihr zu vertrauen. Obwohl ihre Improvisation in der Klinik schon höchst amüsant war. Dass sie sich plötzlich an Quentin ranmacht, kam indes ein wenig aus dem Nichts, wenigstens erspart uns das aber weiteres Quentin/Alice-Drama, und allein dafür bin ich schon dankbar!

Quentin: „Oh good. Hey, I don’t know if it was just a super anxious rabbit, but your message made things seem kinda-“
Eliot: „Dire? They are.“

Gegensätze ziehen sich an

Die einzig interessante Entwicklung in dieser Folge betrifft Julia und Alice, und gerade dieser Teil der Story nimmt erbärmlich wenig Raum ein. Es ist spannend, wie sich diese zwei Charaktere, die einmal nichts weiter verband als Quentin, eine enge Freundschaft entwickeln, die auf ihren gegensätzlichen Erfahrungen beruht. Wie ich schon beim letzten Mal schrieb, Julia musste um die Magie kämpfen und auf dem Weg viel Schmerz und Erniedrigung erdulden, und ich denke, ihr wird erst jetzt bewusst, dass die Magie, die sie besitzt, nicht einfach ein Geschenk ist, dass ihr zufällig in den Schoß gefallen ist, sondern dass sie sie sich verdient hat und sie deshalb zu ihr gehört. Alice auf der anderen Seite hatte ihren Höhenflug und verhält sich jetzt wie ein klassischer Junkie auf Entzug – wahrscheinlich tut es ihr sogar ganz gut, einmal hart dafür arbeiten zu müssen.

Poached Notes

• Die Vorstellung, dass ein Körper fremde Magie wie ein transplantiertes Organ abstößt, finde ich absolut faszinierend.
• Ich mag Dean Fogg nicht, aber neuerdings spricht er vieles aus, was eigentlich schon immer falsch läuft, und am besten fand ich da seinen Kommentar zum „millennial bullshit“.
• Oh, okay, Antiklimax: Fray ist nicht Eliots und Fens Tochter, die ist angeblich bei der Geburt gestorben. Während ich das tatsächlich nicht ganz glauben kann, bin ich doch froh, dass der Baby-plötzlich-Teenager-Quatsch endlich aufgelöst wurde.
• Auch spannend: Alice will ein Vampir werden, also ein magisches Wesen, weil sie Julias Magie dann offenbar vertragen würde?

2 ½ von 5 Bananen in der Badewanne.

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