iZombie | Chivalry is dead (4×08)

„I welcome you to the brotherhood of zombies. Live undead with a true heart and do naught but good.“


Der Tod eines als Ritter kostümierten Mannes führt Clive und Liv in die Rollenspiel-Szene, die dank Zombies eine völlig neue Dimension erreicht hat. Spoiler!

His maiden is a zombie and alas he is not … tis is a cruel world
Ein Ritter in voller Rüstung wird von einem Schwert aufgespießt aufgefunden. Ravis erste Theorie: „Time travel murder!“ Tatsächlich aber handelt es sich bei Garrett um einen LARPer, der bei einer Zombie-Gruppe mitgespielt hat, obwohl er selbst kein Zombie war, was die anderen Spieler angeblich nicht wussten. Doch war es wirklich nur ein Unfall? Nachdem Peyton Liv beim Drucken falscher IDs erwischt hat, möchte sie ebenfalls etwas Gutes tun und beschafft der Organisation Geld. Geld, nach dem auch Mr. Boss und Blaine gerade suchen …

Livs Persönlichkeit wird völlig vereinnahmt
Ich schrieb bereits an anderer Stelle darüber, dass die Serie speziell in dieser Staffel nicht sehr konsistent darin ist, wie sehr Liv von den Gehirnen beeinflusst wird, die sie isst. Mal übernimmt sie nur einzelne Merkmale, dann wieder scheint ihre eigene Persönlichkeit vollständig darunter zu verschwinden. Diese Woche geht sie erneut völlig in ihrer neuen Rolle auf, und so amüsant es stellenweise auch ist, dass sie diese extrem gehobene Sprache verwendet, die meiste Zeit ist es einfach nur unfassbar nervig. Und ehrlich gesagt ist es gelegentlich auch mehr als unglaubwürdig, dass ihre Umwelt das alles immer so stoisch toleriert. Insbesondere im Kreise der anderen Schleuser hätte ich zumindest mal einen Kommentar dazu erwartet.

Clive: „Can you get up, please?
Liv: „Yes, my lord.“
Clive: „And stop calling me my lord.“
Liv: „Yes, my liege. Or grace.“

Beziehungsdrama 2.0
Davon einmal abgesehen ist der Plot aber nicht uninteressant. Zum einen die Idee, dass Rollenspiele durch die Zombies ein gänzlich anderes Level erreicht haben und Kämpfe nun real ausgetragen werden können, weil die Spieler nicht mehr sterben können. Zum anderen aber auch, dass sich darin das Beziehungsdrama zwischen Mensch und Zombie entlädt, was insbesondere in Clive widerhallen dürfte. Kann seine Beziehung mit Dale überhaupt funktionieren? Es ist glaube ich Guinevere, die sagt, dass ihr vorher nie bewusst war, wie elementar wichtig Intimität für eine Beziehung ist.

Pro Renegade oder contra Fillmore Graves?
Für die größte Überraschung sorgt in dieser Folge aber Peyton. Ich war sehr skeptisch, wie sie auf Livs außerberufliche Aktivitäten reagieren würde, und absolut nicht darauf gefasst, dass sie nicht nur allergrößtes Verständnis dafür aufbringt, sondern sogar ihren Beitrag dazu leisten möchte. Es ist ein schöner Weg, sie mehr in die Haupthandlung dieser Staffel einzubinden, denn allzu oft scheint sie so ein bisschen außerhalb der wirklichen Probleme zu stehen. Die Frage ist, ob sie den Schleusern hilft, weil sie sich mit deren Zielen identifiziert, oder ob sie sich nicht eigentlich nur in Opposition zu Fillmore Graves stellen will. Sie hat selbst gesehen, welche Folgen es für die Stadt hat, dass der Großteil der Zombies chronisch unterernährt ist. Und ja, Chase Graves ist mit der Situation völlig überfordert. Aber kann sie wirklich ruhigen Gewissens eine Organisation unterstützen, die noch mehr Zombies erschafft und die Lage dadurch verschärft?

Eine natürliche Immunität
Was mich aber auch direkt zu Isobel bringt, der jungen Frau, die Livs Leute nach Seattle schmuggeln, um sie per Zombiefizierung von ihrer unheilbaren Krankheit zu befreien. Nur, dass Isobel immun gegen das Zombie-Virus zu sein scheint. Wahrscheinlich war es nur eine Frage der Zeit, bis so ein Mensch auftaucht, im Falle von Isobel ist es aber geradezu tragisch, denn das bedeutet, dass es für sie keinen Ausweg gibt. Und wie will Liv Ravi die ganze Sache erklären? Denn dass sie Isobel zu ihm schaffen muss, ist klar, sie könnte den Durchbruch für seine Forschung zu einem Impfstoff bedeuten. (Ich frage mich auch, ob ihre Krankheit etwas damit zu tun haben könnte, denn deren Natur wird sehr offensichtlich mit keinem Wort erwähnt.)

„This is Blaine. He’ll be eating you tonight.“

Im Namen Gottes
„Chivalry is dead“ markiert zudem die Rückkehr von Mr. Boss, der Blaine damit beauftragt, herauszufinden, wo Geldwäscher Casper Cotter sein Geld versteckt hat. Blaine wiederum sieht darin seine Chance, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Er überredet Angus, seine Gefolgschaft den Gefangenentransporter überfallen zu lassen – und beschafft auf diese Weise die gewünschte Information und zugleich reichlich Nahrung für die Zombies. Was das Geld angeht, führt die Aktion schlussendlich in eine Sackgasse, denn Peyton war schneller und hat das Schließfach bereits leergeräumt. Doch für Blaine dürfte das dennoch ein Teilerfolg sein. Er hat erlebt, wie vergleichsweise einfach es war, seinen Vater zu manipulieren, indem er dessen neugefundenen Glauben ausnutzt. Damit hat er eine mächtige (und weiterhin wachsende) Waffe …

Notes are dead
• „Is this a sex thing?“ ist Clives erste Reaktion auf Ravis Erklärung, was LARP bedeutet, doch später scheint er vage interessiert. Er ist eben doch ein Nerd.
• Major schafft es, in den engeren Kreis von Russ vorzudringen, der für den Schmuggel von „Brain Mesh“ verantwortlich ist. Das wird nicht gut enden, fürchte ich.

3 von 5 immunen Bananen.

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