iZombie | Insane in the Germ Brain (4×11)

„Are you mansplaining the case to me, detective? I’m up to speed.“


Major und Chase holen zum Schlag gegen die Hirn-Schmuggler aus. Derweil geht es Isobel schlechter. Spoiler!

Isobel, it’s not funny anymore
Liv unterstützt Clive bei der Aufklärung des Mordes an einem Hygienefreak, während sie sich nebenbei darum bemüht, Isobels Mutter nach Seattle zu schmuggeln. Und das keine Minute zu früh, denn auch wenn sie es herunterspielt und als Running Gag nutzt, Isobel weiß, dass ihr Ende naht. Derweil hecken Major und Chase einen Plan aus, um Russ Roach und seine Hirn-Schmuggler endlich auffliegen zu lassen.

Der Tod steht ihr gut
Ist es zu früh, um die Hoffnung aufzugeben, dass sich diese Staffel von „iZombie“ noch irgendwie fängt? Ich schätze, es war diesmal von Anfang an absehbar, dass sie sich mit den vielen Plots übernommen haben und oft genug auf billige Tricks setzen statt eine ordentliche Geschichte zu erzählen. Das beste Beispiel dafür ist Isobel. Es ist einzig der Schauspielerin zu verdanken, dass sie so etwas wie Persönlichkeit hatte, denn die Autoren haben sich definitiv keine Mühe gegeben. Ich meine, welcher Teenager wäre nicht sauer oder enttäuscht oder wenigstens wütend, wenn er wüsste, dass er sterben muss? Stattdessen war sie auf geradezu enervierende Art abgeklärt und … nett. Ganz abgesehen davon, dass aus ihrer Immunität gegen das Zombie-Virus praktisch nichts gemacht wurde. Ist Ravi mit seiner Forschung auch nur einen Schritt weiter?

Liv: „It sounds like someone didn’t get his flu shot.“
Clive: „And maybe turn into a werewolf? No thanks.“

Love Story
Ähnlich nachlässig ist das ganze Drama um Clive und Dale erzählt. Dale hört also diese Aufzeichnung, wie er Liv in „Yippie Ki Brain, Motherscratcher“ gestand, er wünsche sich Kinder und wisse, dass das mit Dale unmöglich ist. Sie beschließt daraufhin, ihn gehen zu lassen, lügt ihn bezüglich der Gründe aber an. Das allein fühlt sich schon falsch an, denn ich glaube nicht, dass Clive die Wahrheit an diesem Punkt noch wehgetan hätte. In Wirklichkeit interessiert mich das alles aber schon gar nicht mehr, denn wir haben die beiden in dieser Staffel sowieso an keiner Stelle als Paar erlebt. Wie soll ich als Zuschauer da in diese Beziehung engagiert sein? Den sprichwörtlichen Vogel schießt dann allerdings Clive ab, der anschließend praktisch auf direktem Weg zu Michelle geht und mir ihr schläft. So viel also zu seinen tiefen Gefühlen für Dale …

„Has it crossed my mind? Yeah, look at how he’s built. How does he even find time to work out. I mean it’s not like I have pictures of Chase Graves up in my locker.“

Einer flog übers Kuckucksnest
Bei weitem am interessantesten war noch, wie Major und Chase den Hirn-Schmugglern das Handwerk legen. Major unter dem Einfluss von Lügendetektor-Gehirn, der die Gerüchte darüber, dass er Chase anhimmelt, nun nicht gerade zerstreut, war ganz großes Kino. Aber selbst hier zeigt sich, wie durchwachsen diese Staffel ist, denn die Autoren scheinen weder Majors noch Chases Charakterisierung wirklich auf die Reihe zu kriegen. Hätten die beiden tatsächlich was miteinander, wäre Majors blinde Loyalität wenigstens noch halbwegs nachvollziehbar. Und wie plakativ, dass Chase erst Majors zwei Schützlinge niederschießen muss, bevor er vielleicht mal aufwacht. Ehrlicherweise glaube ich aber, dass erst Livs Leben in Gefahr sein muss, bevor sich Major von ihm abwendet. Und Chase? Sollen wir den jetzt unter Psychopath einordnen? (Ich muss gestehen, am meisten ärgert mich daran, dass sie Jason Dohring nichts geben, womit er arbeiten kann. Moralische Graustufen? Fehlanzeige. Konsistente Persönlichkeit? Pfff.)

Insane in the Germ Notes
• Angus geht dank „Meisterregisseur“ Don E viral. Ich schätze, jetzt kann Chase ihn nur noch schwer ignorieren.
• Peyton geht in ihrer Funktion als Ersatz-Bürgermeisterin nach Washington D.C. und alle raten ihr, gleich dortzubleiben. Wird sie?
• Der beste Wortwitz der ganzen Serie dürfte dann wohl sein: „They wanna fill more graves with you.“
• Liv, die sich als Peyton ausgibt, war der Brüller. Zur Hälfte Haar, zur Hälfte Attitüde.

2 von 5 toten Bananen.

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