Deep Space Nine | Move along Home (1×10)

„First contact is not what it used to be.“


Der Erstkontakt mit einer Spezies aus dem Gamma-Quadranten verläuft ganz und gar nicht nach Siskos Vorstellungen. Spoiler!

Double their peril, double your winnings!

Mit den Wadi kommt die erste offizielle Delegation aus dem Gamma-Quadranten auf die Station. Doch der Erstkontakt gestaltet sich anders, als Commander Sisko sich das vorgestellt hat, denn die Wadi sind vor allem an Spielen interessiert. Als Quark sie übers Ohr zu hauen versucht, packen sie eines ihrer eigenen Spiele aus – woraufhin Sisko, Kira, Dax und Bashir als lebende Spielfiguren in einem Labyrinth landen.

Absurd und überflüssig

Ich hatte „Move along Home“ als eine der albernsten Folgen der ersten Staffel in Erinnerung und wurde nicht enttäuscht, sie hat wirklich gar nichts von ihrem Fremdschämfaktor eingebüßt. Schon die zugrundeliegende Idee ist nicht besonders schlüssig, die Ausführung dann aber auch dermaßen absurd, dass man als Zuschauer ziemlich schnell das Interesse verliert.

Primmin: „Wait a minute, Odo, you can’t just go storming onto their ship without their permission!“
Odo: „Oh, is that Starfleet policy?“
Primmin: „That’s right.“
Odo: „Well, I’m not in Starfleet!“

Kennenlernspiele

Zugegeben, die erste Staffel einer neuen Serie, insbesondere einer Ensemble-Show, dient üblicherweise dazu, sämtliche Figuren vorzustellen und das Miteinander zu etablieren. Es ist also gar nicht mal der schlechteste Ansatz, unsere Protagonisten in eine Situation zu bringen, in der sie zusammenarbeiten müssen. Das Problem ist, dass Sisko und Co. überhaupt keine Ahnung haben, worum es hier eigentlich geht und was von ihnen erwartet wird. Und machen wir uns nichts vor, die sogenannten Hindernisse, ein Hüpfspiel mit Gesang und eine Cocktailparty mit Giftgas, waren keine so große Herausforderung. Ein Gefühl von Gefahr stellte sich erst in der Höhle ein.

Unnötige Verwirrungstaktik

Natürlich kann man von Anfang an davon ausgehen, dass ihnen nichts passieren wird. Immerhin, es geht hier um ein Spiel. Und an genau diesem Punkt bricht die Logik der Folge auch spektakulär auseinander. Den Wadi kann keinesfalls entgangen sein, dass sowohl Odo als auch Quark davon ausgehen, dass der Captain und die anderen ernsthaft in Gefahr sind. Wieso klären sie sie nicht über ihren Irrtum auf? Wieso lassen sie sie in dem Glauben, dass jede ihrer Entscheidungen den Tod ihrer Leute bedeuten kann? Das ist unnötig grausam und hätte einer abschließenden Erklärung bedurft. (Beispielsweise, dass es ein Test war, oder was auch immer.)

Kira: „You mean … we were never in any real danger?“
Falow: „It’s only a game.“

Väter und Söhne

Und dann ist da noch Jake Sisko, der sehr zum Leidwesen seines Vaters nun ziemlich offensichtlich ein Teenager wird. Ich muss gestehen, ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Autoren hier vor allem einen Gegenpol zum unsäglichen Wesley Crusher von „The Next Generation“ schaffen wollen. Denn Jake ist keineswegs der brave und fleißige Junge, der Wesley war, sondern treibt sich lieber mit Nog rum und stellt bajoranischen Mädchen nach.

Move along, Note

• Interessant, das bajoranische Militär hat demnach keine Gala-Uniformen? Kira jedenfalls hatte bei der Begrüßung ihre übliche Montur an.
• Lieutenant Primmin ist doch noch da und geht Odo weiterhin gehörig auf die Nerven.
• Sehr unglaubwürdig fand ich, dass Quark sofort auf sein Spiel schließt, als ihm Odo mitteilt, dass vier Offiziere vermisst werden. Dieser gedankliche Sprung war mir doch ein bisschen zu groß.

1 von 5 verspielten Bananen.

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