„Ärgernis des Tages: Mein Brot ist geschimmelt. Im Zirbenkasten! Skandal! Ehrlich, ich bin ein wenig überfordert, denn die allgemeine Meinung lautet ja, das sei gar nicht möglich.“
(aus meinem Tagebuch)
Die Masse von Nichts
Daten sind eine lustige Sache. Ein störrischer Teil meines Gehirns beharrt darauf, dass sie eine physische Masse haben müssen – Word-Dokumente, die Blatt auf Blatt übereinandergestapelt werden, Fotos, die ganze Regale von Alben füllen. Aber natürlich sind Daten nur Einsen und Nullen, und manchmal ist es geradezu ernüchternd, wie wenig es im Grunde sind. Nehmt meinen Synology-Datenserver: Nachdem ich mehr oder weniger meine gesamte Musiksammlung und einen Großteil meiner Videos darauf platziert habe, ist die Festplatte zu drei Prozent gefüllt. Drei Prozent! Wochen, Monate, Jahre an Unterhaltung! Vielleicht ist für euch als meine Leser aber das folgende Beispiel anschaulicher:
Dreizehn Jahre Blog kratzen kaum an einem handelsüblichen USB-Stick! So viel zu meinem Gehirn, das sich digitale Texte hartnäckig in riesigen Papierstapeln vorstellen will.
Der Oktober in Bildern














2 Fast 2 Fashion
Manchmal, wenn mir langweilig ist, schaue ich mir YouTube-Videos an, in denen Leute ihre Kleiderschränke ausmisten. Irgendwie finde ich das spannend, was andere so für Klamotten haben, und vor allem, was davon sie warum aussortieren. Letztens erzählte in einem dieser Videos jemand, dass die Menschen in den 1980ern noch durchschnittlich 12 neue Kleidungsstücke pro Jahr gekauft haben, während es heute fast 70 sind. Da klappte mir erst mal kurz die Kinnlade runter.
Dann wiederum sehe ich bei Primark immer Mädels, die diese riesigen Einkaufstaschen bis oben hin vollstopfen, und weiß, bei vielen ist es sogar noch wesentlich mehr. (Die Magie von Statistik.) Ich denke, mein Konsum bewegt sich näher am unteren Ende der Skala und ist definitiv auch gesunken, seit ich nähe. Trotzdem sollte man sich diese Zahlen gelegentlich vor Augen halten, denn kein Mensch muss jedes Jahr seinen kompletten Kleiderschrank austauschen.
PS: Natürlich muss ich so ehrlich sein und zugeben, dass ich statt Kleidung nun Unmengen Stoff kaufe. Mein neuestes Laster sind Wühlkisten mit Stoffresten, da habe ich in den letzten Monaten ein paar echt tolle Schnäppchen gemacht.
„Der absolute Knaller war aber der Typ an der Kasse, ich weigere mich, ihn Verkäufer oder gar Berater zu nennen. Der meinte ohne Witz, die Sohle sei ja aus Echtleder, ob ich denn ein Pflegemittel bräuchte. Ich hab sicher sehr perplex geguckt, denn nein, mein Junge, die Sohle ist aus Gummi wie bei fast allen Schuhen, das Obermaterial ist Leder. #fachkräftemangel“
(aus meinem Tagebuch)
Mixtape Oktober
The Cure gehören für mich in die Kategorie Kindheitserinnerungen. Dass sie nun ein neues Album herausbringen, ist aufregend und beängstigend zugleich, die erste Single klingt aber tatsächlich nach … Kindheit. Ein paar musikalische Neuentdeckungen gibt es diesen Monat auch.
25
Mir geht das auch so ähnlich mit Nichtsen und Nullen. Es kommt einem mitunter schon ziemlich surreal vor. Mir zumindest. Zum Beispiel alle meine bisher gelesen Bücher. Das alles auf einem modernen elektronischen Speichermedium übertragen. Die Struktur welche die Informationen trägt ist höchstwahrscheinlich kleiner als das bloße Auge wahrzunehmen im Stande ist. (Aber im Kopf? Wie groß ist es da? Sei es eine Feuerameise oder die Sombrerogalaxie). Wunderlichkeiten hier wie dort.
Der Zirbenkasten. Es gibt ihn also noch. Na wenn es das erste Mal war, dass dir darin etwas schimmelig wurde. Soll ja in den besten Weltgegenden schon vorgekommen sein. Ist dann doch ein guter Schnitt so über die Zeit. Und klar. Der Kasten kann es nicht gewesen sein also war es das Brot. Logisch oder? 😇 Jes. Kopf hoch.
Hach ja. Das Verkaufspersonal. Wenn ich Zeit habe werde ich einmal eine Lanze darüber brechen. Ganz bestimmt. (Aber nein. Ganz ehrlich. Es tut sein Bestes. Wirklich. Ohne Flachs. Hopfen und Malz ist noch lange nicht verloren). 😒
Hm. Deine Himbeere sieht ja nun doch schon richtig herbstlich aus. Überwintert sie bei dir? Oder hast du sie ohnehin schon länger?
In meiner Vorstellung ist das Gehirn sowieso wie die TARDIS: bigger on the inside. Und all die Welten, die ich schon besucht habe, stecken hinter Türen. Manchmal gibt es auch Türen zwischen diesen Welten, oder die Wände werden gleich ganz eingerissen, Physik spielt im Gehirn ja keine Rolle. 👀
Die Himbeere überwintert dieses Jahr übrigens zum ersten Mal bei mir. Und liegt perfekt in der Zeit mit dem Abwurf ihres Laubs: Ende Oktober soll man sie runterschneiden. Auf Styropor steht sie schon, zum Einpacken ist es aber noch zu warm.
PS: Natürlich war es das Brot. Ich hab inzwischen auch so eine Ahnung, woran es lag.
Hm. Das Brot. War es denn ein gekauftes oder ein selbst gebackenes? Obwohl dieser Umstand ja wohl wenig zur Sache tut.
Ich hatte mal Brot (welches mir geschimmelt ist), da war die ‚Kruste‘ so seltsam, irgendwie feucht und schwammig und ein andern Mal da war es nicht so richtig durchgebacken.
Das ist eigentlich eine längere Geschichte, im Kern geht es aber um einen Messbecher, der (unwissentlich) nicht stimmte, und den ich fürs Brotbacken nahm. Seit ich einen anderen Messbecher verwende (und dadurch mehr Wasser), ist mein Brot wesentlich fluffiger, aber eben auch feuchter. Ich denke, das wird der Grund sein, aber ich mag halt mein fluffiges Brot, deshalb muss ich einfach mehr aufpassen. 🙃
Mein bestes Erlebnis mit Beratern im Laden war, dass der jung-dynamische Verkäufer im Elektronikshop darauf beharrte, der Tintenstrahldrucker könne durchaus Weiß auf schwarzem Papier drucken, Zitat: „Der mischt sich die Farben schon so, dass das geht.“
😉
70 neue Klamotten im Jahr? Ich müsste das mal überschlagen. Spontan würde ich schätzen, es sind so um die 25-30 bei mir – gefühlt 5, weil ich nie was Anzuziehen habe 😆
Aber vermutlich wäre ich überrascht, wie es sich „läppert“ am Ende.
P.S.: Dunkle Schoki mit Frucht ist eine göttliche Kombi, oder?
Wow, das wäre ja ein Wunder der Technik, den Drucker würde ich gerne mal sehen. 😆
Im selben Video hat die übrigens auch erzählt, dass sie selbst eine Excel-Liste führt, um zu verfolgen, wie viel sie kauft. Ich könnte es bei mir tatsächlich auch nicht so aus dem Stand schätzen. Wenn man mal Kleinkram wie Unterwäsche, Socken usw. rausnimmt, ist es vielleicht gar nicht so wahnsinnig viel?
PS: Die Schokolade war noch vom Geburtstag, handgefertigt in einer Manufaktur, mit Himbeere und Hopfen. Und ja, die war zum Reinknien. 😇