„Wenn ich es recht bedenke, ist der Sommer bisher eigentlich ziemlich enttäuschend, denn bei der Dauerhitze kann man sich noch nicht mal mehr hübsch anziehen. Der Großteil meiner Sommerkleider hängt jedenfalls bislang ungenutzt auf der Stange, weil ich nur noch halb im Tran nach Shorts und dem erstbesten Top greife. Hauptsache wenig Stoff. Das ist doch traurig.“ (aus meinem Tagebuch)
Problem geschaffen, Problem gelöst
Der Deutsche und die Mülltrennung, das ist eine fast schon pathologische Beziehung. Und weil wir alle noch nicht genug damit ausgelastet sind, wurden kürzlich die Regeln beim Biomüll noch mal verschärft. So hängt nun auch in unserem Hausflur ein Zettel mit einer Warnung vor vierstelligen Strafzahlungen bei Falschbefüllung. Als gäbe es in Deutschland nicht genug echte Verbrechen, um die man sich mal kümmern könnte.
Tatsächlich ist der Biomüll der einzige, den ich wirklich für sinnvoll halte und auch ausgiebig nutze. Meiner Meinung nach übrigens immer korrekt. Aber diese absurd hohen Strafen werden ganz klar den gegenteiligen Effekt haben: Bin ich mir künftig nicht sicher, werde ich ganz sicher nicht noch recherchieren, sondern den Kram eben einfach im Restmüll entsorgen. Habt ihr toll hingekriegt, wirklich!
Der Juli in Bildern















Bebilderte Sprache 🤓
Kürzlich begegnete mir ein Meme, das die durch Emojis angereicherte Sprache in sozialen Medien mit ägyptischen Hieroglyphen verglich. Erstens: Ich wehre mich vehement gegen die Implikation, Hieroglyphen seien eine minderwertige Schriftsprache, denn das ganze Gegenteil ist der Fall. (Was jeder bestätigen wird, der schon mal versucht hat, Alt- oder Mittelägyptisch zu lernen.) Aber zweitens: Es ist was dran an dem Vergleich.
Die alten Ägypter verwendeten in ihrer Hieroglyphenschrift sogenannte Determinative – nicht ausgesprochene Zeichen, die ausschließlich dazu dienten, das vorherige Wort zu differenzieren. Hinter dem Wort König stand dann zum Beispiel das Bild eines Herrschers. Und auf ganz ähnliche Weise funktionieren heutzutage Kurznachrichten, in denen Emojis Wörter (meistens) nicht ersetzen, sondern nur weiter ausführen oder betonen. Und wisst ihr was, das find ich ehrlich gesagt ziemlich liebenswert.
Die Mutter hingegen ist erleichtert, in wenigen Sekunden die Wahrheit zu hören. Sie will die Tochter ja nicht schlagen. Ihr tut das selbst am meisten weh. Sie hat nämlich eine Sehnenscheidenentzündung vom Häkeln. (Lisa Eckhart „Omama“)
Mixtape Juli
Ich bin spät dran mit dem Tipp, aber mein persönliches Sommeralbum ist übrigens „Princess of Power“ von Marina. Obwohl ich mir nach dem verträumten „High Speed Chasing“ unbedingt mehr von BØRNS anhören muss …
8
Bei der weißen Blüte handelt es sich um eine Kornblume, die man sonst nur als (kornblumen)blau kennt.
Und ich hab mich schon gewundert, wieso die genauso aussieht wie die tatsächlich blauen Kornblumen im Topf nebenan. 😄
Hm. Ja, stimmt. Eine Kornblume. Natürlich möchte ich beinahe sagen. Bis auf die Farbe also quasi zum Verwechseln ähnlich. 🫥
Der Sommer ist bei mir hier denke ich mehr oder weniger gelaufen. Eine Woche war brüllend heiß. Aber ansonsten waren hier meist eher gedämpfte Themperaturen. (Nein echt manche Tagen waren wirklich verdammt frisch). Meiste Zeit Wolken, immer wieder Regen. Mittelprächtiges Herbstwetter irgendwie. Selbst die Freibäder klagen schon. Aber ok. Wetter eben.
Jes. Deine Karotten. Schade die Sorte sah vielversprechend aus. Haben die Radieschen etwa doch noch zugelegt oder wolltest du uns den Anblick liebenswürdigerweise ersparen?
Du hast ja letzthin geschrieben über den Zauber kleiner Dinge… . Oder du bin einfach eisern konsequent und ziehst für den Wichtel auch das passende Wichtelgemüse.
Das war jetzt aber nicht bös gemeint, und hey, Spaß beiseite deine Tomaten, so für den Erstversuch, die scheinen ja prächtig zu gedeihen. Der Basilikum hat sich ja auch aufgerafft und deine Zauberglöckchen sind ja wieder wunderschön.
Frage. Die weiße Blüte, was ist das für eine? Bekannt kommt sie mir irgendwie vor und möglich das ich den Namen schon mal gewusst habe.
Hm. Emojis. Ich für mich habe so das Gefühl das ich bei deren Verwendung etwas ungeschickt bin. Oder anders, es ‚fühlt‘ sich ungeschickt an. Es ist irgendwie seltsam.
In letzter Zeit habe ich mehr oder weniger vollständig auf welche verzichtet und wahrscheinlich taucht auch hier in diesem Kommentar keines auf. Ich finde es schreibt sich anders. Oder ich schreibe Unsinn. Aber ja. Sprache. (Manchmal da denke ich mir, wie viel Sprache doch kann und wie wenig ‚Ich‘ manches Mal imstande bin das zu sagen was ich eigentlich möchte. Da hilft mir dann auch kein Emoji nicht).
Nun, das Zitat stammt noch vom Anfang des Monats, inzwischen hat es sich auch hier merklich abgekühlt. Aber ich will ehrlich sein: Mir ist es so tausendmal lieber. Ja, sogar der Regen. (Spart Wasser bei den Balkonpflanzen!) Ich habe mich letztens sogar dabei ertappt, wie ich mich auf den Winter freute. 😬
Letzten Endes waren die Karotten ja vor allem ein Experiment. Aber wenn ein großer Topf selbst für drei Exemplare noch zu klein ist, dann rechnet sich das leider nicht. Lecker waren sie übrigens trotzdem, ein viel intensiverer Geschmack als bei gekauften. Das Thema Radieschen ist allerdings durch, außer Kraut bekam ich überhaupt nichts. Die Tomaten überfordern mich dagegen fast, ich ernte praktisch jeden Tag und werde die nächste Zeit wohl viel Nudeln mit Tomatensoße essen.
Bei der weißen Blüte kann ich leider nicht weiterhelfen, die wuchsen in einem Sommerblumen-Mix. Das war eine Mischung ganz in Weiß, so als Abwechslung zu den üblichen bunten Mischungen.