Kram & Zeugs | August 2025

„Habe eine neue YouTuberin entdeckt. Sie hat kurze Haare. Jetzt will ich auch wieder kurze Haare. Verdammt.“ (aus meinem Tagebuch)

Die Saga vom Regalbodenträger

Dieser Tage habe ich meinen Einbauschrank im Flur umorganisiert. Ich will ehrlich sein, das hatte ich seit dem Frühjahr auf meiner Liste stehen – inklusive Kauf eines weiteren Einlegebodens, weil der Platz bislang nicht gut genutzt worden war. Gepreiset sei mein unglaublicher Enthusiasmus, diesen Monat ging ich endlich in den Baumarkt und ließ mir ein passgenaues Brett zuschneiden. Das dauerte zwei Minuten und kostete fünf Euro. Ähem.
Dann nahm das Drama seinen Lauf. Einer meiner Vorgänger hatte bereits ein Brett nachgerüstet und als Auflage einfach ein paar Holzdübel in die Löcher gehämmert. Das wollte ich besser machen und kaufte sogenannte Regalbodenträger. Ohne die Löcher vorher auszumessen, weil in Deutschland ist doch eh alles genormt, nicht wahr? Klassischer Anfängerfehler, die 5 mm Bodenträger waren zu dünn und fielen direkt wieder aus dem Loch raus. (Das merkte ich natürlich erst, nachdem ich den kompletten Schrank ausgeräumt hatte.)
Diesmal bestellte ich 6 mm Bodenträger im Internet und bezahlte sogar extra für eine schnelle Lieferung. Trommelwirbel … sie waren zu groß. Nicht mal mit dem Hammer bekam ich die Dinger in die Löcher, und so langsam entwickelte ich Verständnis für die Dübelsituation. Nach einem langen Blick in meine Schraubensammlung verwendete ich schließlich Einschraubdübel. Immerhin sind die aus Metall, das ist doch ein Upgrade, oder? Und ich hab jetzt zwei Packungen Regalbodenträger unterschiedlicher Größe, jei.

Der August in Bildern

Just one damned thing after another

Ich sollte mir ganz dringend angewöhnen, bei Büchern aus dem öffentlichen Bücherregal erst mal zu recherchieren, ob es sich dabei um ein Einzelwerk oder eine Reihe handelt. Nicht unbedingt, weil ich versehentlich an einen zweiten oder dritten Band geraten könnte. (Wer würde schon die entsorgen und den ersten behalten?) Viel wahrscheinlicher ist, dass mir ein Buch gefällt und ich hinterher feststelle, dass es eine Fortsetzung gibt.
Oder auch zwölf. So was kann auch nur mir passieren, oder? Da nehm ich blauäugig „Miss Maxwells kurioses Zeitarchiv“ mit, weil ich mir denke, hey, eine zeitreisende Historikerin, das klingt lustig, und dann kann ich den Roman praktisch nicht mehr beiseite legen, so spannend ist er. Jupp, aktuell dreizehn Bände (plus zwei Dutzend Kurzgeschichten), teilweise noch nicht mal übersetzt, und keine Ahnung, ob noch mehr kommt. Fuuuuck!

„Können Sie schießen? Haben Sie je eine Waffe abgefeuert? Können Sie reiten? Können Sie schwimmen? Wie fit sind Sie?“
„Nein. Nein. Ja. Ja. Überhaupt nicht.“
Er wartete ab und musterte mich von oben bis unten. „Können Sie einen Mann töten?“
Ich sah ihn ebenfalls von oben bis unten an. „Mit genügend Zeit wohl schon.“
(Jodi Taylor „Miss Maxwells kurioses Zeitarchiv“)

Mixtape August

Vor zwanzig Jahren war Goldfrapp für mich der ganz heiße Scheiß, bevor ich die Band aus den Augen verlor. Mit ihrem zweiten Solowerk „Flux“ hat sich Alison Goldfrapp nun wieder in Erinnerung gebracht – und klingt immer noch toll. Platz 1 meiner Playlist gehört diesen Monat trotzdem der Coverversion eines meiner All-Time-Lieblingssongs. 😏