„Bestimmt sterben gerade ein paar meiner Gehirnzellen einen qualvollen Tod.“
(aus meinem Tagebuch)
ChatGPT, schreibe bitte einen Spam-Kommentar
Wer wie ich im Content-Bereich arbeitet, weiß, dass man der KI gerade regelrecht dabei zusehen kann, wie sie immer besser wird. Am auffälligsten ist das vielleicht im Bildbereich, aber auch textlich tut sich gerade einiges, was leider keine guten Nachrichten für Textschaffende sind. Aktuell treibt mich aber ein anderer Auswuchs um: KI-generierte Spam-Kommentare. Bislang hat die Spam-Kontrolle in meinem Blog ohne viel Zutun einwandfrei funktioniert, doch inzwischen stößt das Tool spürbar an seine Grenzen.
Als Kontext: Bis vor kurzem wurde Spam automatisch blockiert und mir höchstens alle paar Wochen mal ein fragwürdiger Kommentar zur Freigabe vorgelegt. Neuerdings erhalte ich durchschnittlich alle zwei Tage (!) solche Mails, und dabei handelt es sich stets um Kommentare, die den Inhalt des Artikels grob zusammenfassen oder sonstwie wiedergeben. Einzig die Verknüpfung mit dubiosen Webseiten erweckt noch das Misstrauen des Tools, sonst würden die ungeprüft durchflutschen. Ja, was für ein Segen die KI doch ist …
Der Oktober in Bildern










Ent-romantisierung des "einfachen" Lebens
So vieles in unserem modernen Alltag nehmen wir gar nicht mehr als etwas Besonderes war, weil es vermeintlich selbstverständlich ist. Erst, wenn es dann mal ausfällt, merken wir, in welchem Luxus wir eigentlich schwelgen. Hört also bitte auf, das „einfache“ Leben des 19. Jahrhunderts zu romantisieren, und seid einmal kurz dankbar für Heizung und fließend Warmwasser. Ich durfte diesen Monat nämlich erleben, wie bitter es ist, wenn beides pünktlich zum Herbstbeginn mit teils einstelligen Außentemperaturen ausfällt. Für 14 Tage.
Wer Schuld hat, ist im Grunde nebensächlich (die Hausverwaltung reagierte sofort, der Techniker kam zwei Tage später, die Lieferung des Ersatzteils dauerte eine Woche, dann brachte das nix), Fakt ist, bereits nach drei bis vier Tagen wird es unangenehm, danach schlicht Folter. Meine Haare habe ich in der Zeit dreimal mit eiskaltem Wasser gewaschen, mich selbst bestmöglich mit Waschlappen und gekochtem Wasser. Aber irgendwann kriecht dir die Kälte einfach tief in die Knochen – und bleibt da. Ich war irgendwann vor allem mental am Ende.
Mixtape Oktober
Wie ihr am etwas längeren Mixtape erkennen könnt, war der Oktober musikalisch ein Volltreffer für mich. Und während das neue Album von Taylor Swift realistisch betrachtet ziemlich langweilig ist, läuft Lola Young hier hoch und runter. Noch ganz frisch ist außerdem „Deadbeat“ von Tame Impala mit einem interessanten Mix aus Alternative, Dance und Disco. Mein Geheimtipp! Was steht nächsten Monat an? Lasst mir eure Tipps da. 🎧
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Ach du je, ohne Heizung ist der Herbst (trotz grandioser Blattfärbung dieses Jahr) sicher schwer auszuhalten! Du hast mein Mitgefühl.
Und wer das 19.Jhdt glorifiziert, hätte wohl auch gern die Lebenserwartung und die Säuglingssterblichkeit dieser Zeit zurück, hmmmm?
Ja, KI bleibt ein zweischneidiges Schwert … Zum Sprachenlernen ist sie perfekt, und ich nutze sie gern zur Bilderstellung für eigene, kleine Zwecke, aber wenn ich sehe, wie viele „professionelle“ Logos und Plakate, abstruse Schreibfehler, dreiarmige Figuren oder seelenlos glattgebügelte Grinsecharaktere zeigen, dann sind lebendige Designer doch noch lange nicht realistisch ersetzbar.
Das waren echt harte zwei Wochen. Irgendwann saß ich hier mit vier Schichten Kleidung, Wärmflasche und Decke auf dem Schoß am Schreibtisch. Aber das fehlende Warmwasser war fast schlimmer, weil die Hygiene halt massiv darunter leidet. So gesehen, nein, ich bin nicht in der falschen Epoche geboren, die hier ist schon ganz richtig. 😄
In der Firma nutzen wir KI jetzt auch zur Hintergrunderstellung für Freisteller-Fotos. Es ist krass, was da mittlerweile möglich ist, aber man muss auch sehr genau hingucken, weil sich fast immer irgendwelche Fehler einschleichen. Und über die Fotografen, die keine Jobs mehr kriegen, will natürlich auch keiner nachdenken…