Kram & Zeugs | November 2025

„Die Digitalisierung findet in Deutschland per Post statt.“
(aus meinem Tagebuch)

Advent, Advent, die Gesichtscreme brennt

Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass ich ein absoluter Weihnachtsfreak bin, der wirklich jeden Scheiß mitmacht, um auch ja so richtig in Stimmung zu kommen. Manches finde aber selbst ich mittlerweile befremdlich, und damit wären wir wieder bei einem meiner Lieblingsthemen der Saison: Adventskalender. Die Unboxing-Videos fluten YouTube bereits seit September, und ja, ich oute mich hier mal, ich schau die tatsächlich gern. Allerdings hauptsächlich, weil da Kalender vorgestellt werden, die ich mir im Leben nicht kaufen würde.
Generell gilt es zwei Kategorien zu unterscheiden: die Luxuskalender für mehrere hundert bis tausend Euro … und die ganzen Kosmetik- und Pflegekram-Kalender. Und letztere lassen mich ehrlich gesagt etwas ratlos zurück. Ich kenne persönlich niemanden, der so was kauft, und frage mich ernsthaft, wer hat Freude daran, jeden Tag Duschgelpröbchen oder Rouge in der falschen Farbe auszupacken? Es muss einen Markt dafür geben, aber ich versteh ihn einfach nicht.
Natürlich liegt es in der Natur von Adventskalendern, dass sie ein bisschen nutzlos sind. Hey, ich hatte letztes Jahr einen mit Duftkerzen und hab den krass gefeiert. Aber irgendwie sehe ich doch eher den Mehrwert bei Kalendern mit Snacks, Brotaufstrichen, Gewürzen, Tees, Kaffee usw. Also, ja, erzählt mir, was für Adventskalender ihr euch dieses Jahr hinstellt. Ich selbst habe mir diesmal den Gschwendner Teekalender mit losen Tees gegönnt und dazu den üblichen Pralinenkalender von Moser-Roth.
Adventskalender 2025

Als Julius fünfundzwanzig war, starb erst seine Mutter an Krebs, und ihr Sohn trauerte sehr um sie. Wenig später ertrank der Vater im Sumpf, bei dem Versuch, die Kuh zu retten. Auch da trauerte Julius sehr, denn er hatte wirklich an der Kuh gehangen.
(Jonas Jonasson „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“)

Neues aus dem Kochstudio

Es wird mal wieder Zeit für ein Update zu meinen Koch-Kapriolen. Zunächst zwei interessante Beobachtungen der letzten Monate: 1) Mengenangaben in Rezepten sind offenbar für zwei Meter große Leistungssportler gedacht. Obwohl ich Zutaten schon (teilweise massiv) reduziere, habe ich am Ende oft drei statt der propagierten zwei Portionen. 2) Meine Ausgaben für Lebensmittel sind moderat gesunken, seit ich kaum noch Verarbeitetes kaufe. Das kam tatsächlich unerwartet, allerdings achte ich jetzt auch mehr auf Saisonales und Angebote.
Was konkrete Gerichte angeht, so ergeben sich so langsam ein paar einfache Alltagsrezepte, außerdem fällt es mir zunehmend leichter, mit ein paar Zutaten auch mal selbst was zu improvisieren. Neu ausprobiert habe ich Lachsforelle, auf die ich künftig garantiert öfter zurückgreifen werde, weil sie schnell zubereitet ist und einfach lecker schmeckt. Ein Reinfall waren dagegen Maronen, mit der Kombination aus nussigem Geschmack und weicher Konsistenz komm ich einfach nicht klar. Ein paar Impressionen direkt vom Teller:

Mixtape November

Wo der vorige Monat eine musikalische Offenbarung war, sind im November anscheinend alle vorsorglich in Deckung gegangen. Schließlich ist es bald wieder soweit mit dem unvermeidlichen Weihnachtskitsch. Deshalb diesmal nur eine kurze, dafür umso unweihnachtlichere Playlist. 🙃
PS: Ja, auch dieses Jahr wird es wieder Blogmas geben. Ich werde es allerdings etwas lockerer angehen und statt des täglichen Fotos vielleicht auch mal nur eine Anekdote posten. Das soll hier ja schließlich nicht in Arbeit ausarten!