„Die Digitalisierung findet in Deutschland per Post statt.“
(aus meinem Tagebuch)
Advent, Advent, die Gesichtscreme brennt
Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass ich ein absoluter Weihnachtsfreak bin, der wirklich jeden Scheiß mitmacht, um auch ja so richtig in Stimmung zu kommen. Manches finde aber selbst ich mittlerweile befremdlich, und damit wären wir wieder bei einem meiner Lieblingsthemen der Saison: Adventskalender. Die Unboxing-Videos fluten YouTube bereits seit September, und ja, ich oute mich hier mal, ich schau die tatsächlich gern. Allerdings hauptsächlich, weil da Kalender vorgestellt werden, die ich mir im Leben nicht kaufen würde.
Generell gilt es zwei Kategorien zu unterscheiden: die Luxuskalender für mehrere hundert bis tausend Euro … und die ganzen Kosmetik- und Pflegekram-Kalender. Und letztere lassen mich ehrlich gesagt etwas ratlos zurück. Ich kenne persönlich niemanden, der so was kauft, und frage mich ernsthaft, wer hat Freude daran, jeden Tag Duschgelpröbchen oder Rouge in der falschen Farbe auszupacken? Es muss einen Markt dafür geben, aber ich versteh ihn einfach nicht.
Natürlich liegt es in der Natur von Adventskalendern, dass sie ein bisschen nutzlos sind. Hey, ich hatte letztes Jahr einen mit Duftkerzen und hab den krass gefeiert. Aber irgendwie sehe ich doch eher den Mehrwert bei Kalendern mit Snacks, Brotaufstrichen, Gewürzen, Tees, Kaffee usw. Also, ja, erzählt mir, was für Adventskalender ihr euch dieses Jahr hinstellt. Ich selbst habe mir diesmal den Gschwendner Teekalender mit losen Tees gegönnt und dazu den üblichen Pralinenkalender von Moser-Roth.
Als Julius fünfundzwanzig war, starb erst seine Mutter an Krebs, und ihr Sohn trauerte sehr um sie. Wenig später ertrank der Vater im Sumpf, bei dem Versuch, die Kuh zu retten. Auch da trauerte Julius sehr, denn er hatte wirklich an der Kuh gehangen.
(Jonas Jonasson „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“)
Neues aus dem Kochstudio
Es wird mal wieder Zeit für ein Update zu meinen Koch-Kapriolen. Zunächst zwei interessante Beobachtungen der letzten Monate: 1) Mengenangaben in Rezepten sind offenbar für zwei Meter große Leistungssportler gedacht. Obwohl ich Zutaten schon (teilweise massiv) reduziere, habe ich am Ende oft drei statt der propagierten zwei Portionen. 2) Meine Ausgaben für Lebensmittel sind moderat gesunken, seit ich kaum noch Verarbeitetes kaufe. Das kam tatsächlich unerwartet, allerdings achte ich jetzt auch mehr auf Saisonales und Angebote.
Was konkrete Gerichte angeht, so ergeben sich so langsam ein paar einfache Alltagsrezepte, außerdem fällt es mir zunehmend leichter, mit ein paar Zutaten auch mal selbst was zu improvisieren. Neu ausprobiert habe ich Lachsforelle, auf die ich künftig garantiert öfter zurückgreifen werde, weil sie schnell zubereitet ist und einfach lecker schmeckt. Ein Reinfall waren dagegen Maronen, mit der Kombination aus nussigem Geschmack und weicher Konsistenz komm ich einfach nicht klar. Ein paar Impressionen direkt vom Teller:










Mixtape November
Wo der vorige Monat eine musikalische Offenbarung war, sind im November anscheinend alle vorsorglich in Deckung gegangen. Schließlich ist es bald wieder soweit mit dem unvermeidlichen Weihnachtskitsch. Deshalb diesmal nur eine kurze, dafür umso unweihnachtlichere Playlist. 🙃
PS: Ja, auch dieses Jahr wird es wieder Blogmas geben. Ich werde es allerdings etwas lockerer angehen und statt des täglichen Fotos vielleicht auch mal nur eine Anekdote posten. Das soll hier ja schließlich nicht in Arbeit ausarten!
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Hm. Adventskalender hatte ich schon lange langen keinen mehr. Das ist bei mir eher so ein Blick zurück in die Kindheitstage. Was mich damals daran so fasziniert hat, das waren immer so ganz simple nullachtfuffzen Adventkalender, also ganz einfach nur so ein Stück Schokolade und dahinter die bunte Plastikform. Aber Mensch. Die Farben. Das war für mich das Aufregende. Ich konnte mich da echt nicht daran sattsehen. Einfach aber für mich wunder wunderschön. Das ist so eine Erinnerung welche ich ab und an mal recht gerne hervor krame. Also wenn dieses Jahr ein Adventskalender dann ein ‚klassisch‘ schlichter.
(Und am liebsten hätte ich dann gleich gerne einen ohne Nutri-Score. Ich meine, na egal)
Jes. Wie schön. Blogmas. Von mir schon mal ein paar kräftig gedrückte Daumen das du fit und gesund bleibst. Oder ich schicke dir ganz einfach diesen ‚Rabenzauber‘. Schau mal, hier zwischen diesen eckigen und runden Klammern [( )] da ist ein unsichtbarer Punkt. Da legst du die Spitze von deinem rechten Zeigefinger oder welchen du gerade bei der Hand hast darauf, machst ein ernstes und wissendes Gesicht und sagst laut und vernehmlich ‚Mein Freund der weiße weise Rabe‘. Und das war es auch schon. Kann sein das du dir dabei ein wenig seltsam vorkommst oder das du kurz Niesen musst, aber damit hast du ein probates Hausmittel zur Hand welches von Angst bis Zahnweh so gut wie alles abdeckt. Hilft auch zusätzlich noch gegen ein wenig ausgefallenere Sachen so wie zum Beispiel, ähm was weis ich, Rüttlfieber, Veithstanz oder Wolfsbiss zum Beispiel. Und zu guter Letzt (das ist ein ganz neues Feature) deckt der Spruch auch alle bisher dagewesenen und noch kommenden Influenza und Covidvarianten ab! Toll oder?
Jedenfalls dir noch viel Spaß und Freude in der Adventsvorweihnachtszeit.
Jaaa, als ob mich bei Pralinen interessiert, ob sie gesund sind. 😆 An die Schokoladenkalender meiner Kindheit habe ich auch schöne Erinnerungen, vor allem immer die Rätselei, was das Bild auf der Schokolade denn nun eigentlich darstellen soll. Aber selbst die Kalender (mit viel Glitter), in denen nur Bilder waren, waren damals irgendwie magisch. Hach, noch mal Kind sein…
Aber da sagst du echt was, hoffentlich bleibe ich in der Vorweihnachtszeit diesmal von Krankheit verschont. Mit deinem Zauber sollte ich nun ja eigentlich auf der sicheren Seite sein. 😁
Früher habe ich gerne Kosmetik-Adventskalender gekauft, einfach, weil ich nicht so versiert war in dem Thema und das als Chance gesehen habe, was Neues auszuprobieren, das ich mir sonst nie so gekauft hätte.
Jetzt, wo ich fast kein Make-up mehr trage und auf parfumfreie Cremes umgestiegen bin, lohnt sich sowas aber nicht mehr. Irgendwie schade, ich mochte die Spannung, was wohl jeden Tag hinter den Türchen sein würde.
Süßkram-Kalender hätte ich zwar gerne, bin aber von der Einfallslosigkeit der Hersteller enttäuscht. Oft sind es nur 4 oder 5 Sachen, die sich immer wiederholen. Ganz besonders witzlos: 24 mal dasselbe Produkt. Da fehlt dann auch jede Spannung.
Deshalb bleibe ich dieses Jahr wohl kalenderlos. 😉
Och, aber gar keinen? Das ist doch traurig. Kauf dir doch wenigstens so einen 2€-Kalender mit Schokolade aus dem Supermarkt, so hast du wenigstens etwas Nostalgie. ☺️
Bei den Süßkram-Kalendern habe ich ehrlich gesagt auch nur spekuliert, ich hatte noch nie einen, weil die so unverschämt teuer sind. Das ist halt auch so ein bisschen das Rätsel bei den Make-up-Kalendern: Ich kann mir schon vorstellen, dass die für Jüngere interessant sind, die damit experimentieren wollen. Aber genau für diese Zielgruppe sind sie ja eigentlich längst zu teuer.
By the way, ich wollte dieses Jahr ja bescheiden sein, doch da haben mir meine Eltern glatt einen Strich durch die Rechnung gemacht. Gestern Nachmittag kam noch ein Adventspäckchen mit zwei weiteren Tee-Kalendern (Pukka & English Teashop) und einem mit Duft-Teelichtern. 😅