Zeige mir die Ordnerstruktur deines PCs, und ich sage dir, wer du bist. Es ist nur eine These, aber ich glaube, man kann daran tatsächlich recht gut ablesen, um welche Art von Mensch es sich handelt. Es gibt die Messies, die alles unsortiert auf dem Desktop speichern, und die Ordnungsfanatiker, die Ordner und Unterordner und Unterunterordner anlegen. (Falls es nicht offensichtlich ist, ich bin die mit den Unterunterunterordnern.)
Es spiegeln sich aber auch charakterliche Eigenheiten darin wider. Hoffe ich jedenfalls, ansonsten wertet das als Beweis dafür, dass ich schräg bin. Bei mir finden sich neben den Klassikern wie Bilder, Video oder Musik auch ganz spezifische Ordner wie Schreibstube oder Kramzeug. Wobei letzteres mein Äquivalent zum Speichern auf dem Desktop ist, nur dass ich da ab und zu sogar mal aufräume.
Am seltsamsten dürfte auf Außenstehende der Ordner „Burn with me“ wirken, aber ich schwöre, es gibt dafür eine total vernünftige Erklärung. Das ist mein Ordner für alles, was ich auf CD brennen will, was zugegeben nicht mehr oft passiert. Und „burn with me“ war eine Catchphrase in der „Doctor Who“-Folge „42“, die irgendwie hängengeblieben ist. Nach zehn Jahren fühlt es sich einfach falsch an, den Ordner umzubenennen.
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Oje, Ordnerstruktur … Da bin ich, wie bei so vielem, ein bisschen schizophren. Zuhause herrscht ein fröhliches Chaos, weil ich alles über diverse Festplatten und USB Sticks verteilt habe, dazu Kopien auf dem Laptop von diversen Tagen, an denen ich dachte, es wäre clever, eine Sicherungskopie anzulegen. Löschen will ich nichts, denn vielleicht ist eine wichtige Datei in der 2023er Kopie, aber nicht mehr in der 2024er … usw. Also koexistieren sie fröhlich nebeneinander her, und den Überblick hab ich lange verloren. 😆
Auf meinem PC in der Arbeit hingegen herrscht penible Ordnung, wie übrigens auch an meinem Arbeitsplatz, wo jedes Teil seinen Platz hat und auch jedesmal wieder sofort zurückgelegt wird. Wohingegen zuhause gern auch mal mehr „herumfliegt“ und mir das auch oft einfach egal ist.
Woher die seltsame Diskrepanz kommt, keine Ahnung. Ebenso, was das wohl über mich aussagt …
Das mit den doppelten und dreifachen Sicherheitskopien, über die man den Überblick verliert, kenne ich aber auch. 😅 Ich hab eine Archiv-Festplatte, auf die ich mindestens einmal im Jahr alles vom PC rüberschiebe. Und bei manchen meiner Schreibprojekte bin ich irgendwann dazu übergegangen, die Unterordner einfach nach dem jeweiligen Jahr zu benennen, weil ich beim besten Willen nicht mehr nachprüfen kann, ob ich an den Sachen was verändert hatte oder nicht. So gesehen bin ich Typ „außen hui, innen pfui“, in meinen Ordnern kann man sich verlaufen…