„Ich werde es bereuen, und das wahrscheinlich von heute bis zum Fest. Denn das ist ein Mammutprojekt, das ich eigentlich schon im Sommer hätte in Angriff nehmen müssen. Das jetzt innerhalb von zwei Monaten umzusetzen, ist eine Hausnummer.“
(aus meinem Tagebuch)
Schiebt es auf den eklatanten Mangel fälschender Tätigkeiten im vergangenen Jahr. Oder auf das zur frustrierenden Tradition gewordene „keine Ahnung“ meiner Eltern auf die Frage nach Weihnachtswünschen. Als ich Mitte Oktober jedenfalls ein YouTube-Video über kreative Geschenkideen schaute (zunehmend verzweifelt), traf es mich plötzlich wie ein Blitz. Und die eigentliche Ironie an der Geschichte ist, dass meine Idee nicht mal ansatzweise etwas mit denen im Video zu tun hatte.
Da sich diesmal also nicht auf magische Weise noch ein Buch oder ein Musikalbum einstellte, beschloss ich, das Weihnachtsgeschenk für meine Eltern aus dem Nichts zu schaffen. Ein Kunstfälscher-Kalender sollte es sein, mit zwölf handgemalten Kunstwerken möglichst unterschiedlicher Stile. Und wahrscheinlich viel Abstraktes, dachte ich so bei mir, weil Zeit und so. Der Kalender war schnell gekauft, und so startete ich am darauffolgenden Wochenende mit der Umsetzung. T-Minus acht Wochen bis Weihnachten.
Am Ende wurde ich doch schon kurz nach Nikolaus fertig. Dafür hatte ich aber auch jedes Wochenende durchgearbeitet und teilweise noch die Feierabende genutzt, während praktisch alles andere liegenblieb. Außerdem arbeitete ich immer an bis zu drei Kunstfälschungen gleichzeitig, um Trocknungszeiten sinnvoll nutzen zu können. Das Ergebnis will ich euch nicht vorenthalten, denn ich bin echt richtig stolz auf diesen Kalender.













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Man denke nur du hättest mehr Zeit gehabt! Aber ob es dann auch so gut geworden wäre?
Kandinsky und vor allem Macke. Hut ab. Aber auch das Rotkehlchen.
Das war sicher eine verflixe Arbeit. Aber man sieht es keinem Bild an.
Sehr schön. Sehr brav. Weiter machen. 🤗
Fun Fact: Der Kandinsky war das erste Werk, das ich in Angriff genommen hab. Weil ich ganz naiv dachte, so was Abstraktes sei doch einfach. Am Ende habe ich dafür ewig gebraucht. 😅
Auf jeden Fall habe ich die Beobachtung gemacht, dass ich zwar gelegentlich genervt war, weil ich zu nichts anderem mehr kam. Aber sobald ich einmal am Malen war, habe ich es immer geliebt. Das hat mich definitiv mutiger gemacht, mehr auszuprobieren.
Das sieht nach richtig, richtig viel Arbeit aus, Respekt. Und du hast es dir auch nicht leicht gemacht, indem du einen Rothko, Pollock osä. zum Vorbild genommen hast.
Ich bin sicher, das Geschenk war ein voller Erfolg. Das Rotkehlchen ist super geworden, mein Favorit!
Das Rotkehlchen ist auch eins meiner liebsten Werke. So sehr gar, dass ich es noch einmal für mich selbst fälschen will. Hoffentlich geht das gut und gelingt auch ein zweites Mal. 🙏