Kram & Zeugs | Januar 2026

„Ich mag nicht mit voller Kraft auf den Finger gehämmert haben, aber es war auf jeden Fall dolle genug, dass ich im ersten Moment sprichwörtlich Sterne sah.“ 
(aus meinem Tagebuch)

Vorhersagen sind schwierig (vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen)

Ihr kennt das Spiel schon, der Januar ist meine persönliche Vorhölle, deshalb passiert hier vor Februar in der Regel auch nicht viel. Dennoch ist es inzwischen eine liebgewonnene Tradition, dass ich an dieser Stelle versuche, ein paar Pläne in Worte zu fassen.
Reviews: Gerade bin ich mit Folgenkritiken zur Apple-Serie „Pluribus“ fertig geworden, als nächstes ist noch „Murderbot“ geplant. Ob ich mir „Starfleet Academy“ gebe (gucken wie auch reviewen), weiß ich noch nicht, thematisch klingt das sehr nach Teenieserie. Aber es ist halt „Star Trek“. Apropos, auch „Strange new Worlds“ sollte dieses Jahr weitergehen. Und, wartet, kommt nicht auch „The Vampire Lestat“?
Artikel: Das ist traditionell der Bereich, den ich am wenigsten im Voraus planen kann. Schon seit gut einem Jahr steht ein Essay über charismatische Bösewichter in meinem Kanban-Board, aktuell fehlt mir nur einfach der konkrete Aufhänger. In Arbeit ist außerdem ein „Liebeshandlungen“ über „Babylon 5“ als Beispiel für Slow Burner. Alles weitere sammle ich dann wie üblich unterwegs ein, erst gestern hatte ich da eine Idee …
Kunstfälscher: Nun, das ist im Moment das größte Fragezeichen. „Kunst in Serie“ werde ich im monatlichen Format nicht fortsetzen, sondern nur noch sporadisch bei besonders tollen Postern. Ob und in welcher Form wir aber wieder Kunst fälschen, kann ich wirklich nicht sagen. Nach dem Kalenderprojekt bin ich einerseits ausgelaugt, andererseits habe ich dabei aber auch enorm viel gelernt, was ich gerne weiter ausbauen möchte.
Nähprojekte: Letztes Jahr habe ich so wenig genäht wie noch nie, seit ich damit angefangen habe, und rückblickend hat mir das echt gefehlt. Konkrete Projekte gibt es anderseits bisher keine – nur das bereits zugeschnittene Sixties-Kleid, das wegen dem Kalender liegenblieb. Und wenn ich ganz ehrlich bin, sollte ich auch eher den gewaltigen Stapel an Änderungen abarbeiten statt Neues anzufangen.

Der Januar in Bildern

„The world exists the way you created it, Samokhina. Once a book reaches its audience, it’s too late so rewrite it.“
(Marina and Sergey Dyachenko „School of Shards“)

Sechs ehrliche Filmkritiken

The Great Flood (Trailer)
Spannendes Überlebensdrama, das sich urplötzlich in eine komplett andere Richtung entwickelt und fragt, was den Menschen im Kern ausmacht. 🍌🍌🍌
Wake up dead Man (Knives out 3) (Trailer)
Vielleicht etwas zu verwinkeltes Whodunnit, das am Ende vor allem von den Charakteren lebt. Der erste Film ist und bleibt der beste. 🍌🍌🍌🍌
Der Buchspazierer (Trailer)
Ohne politische Korrektheit kommt heute kein deutscher Film mehr aus, davon abgesehen aber eine schöne, ruhig erzählte Ode ans Lesen. 🍌🍌🍌🍌
The Fountain of Youth (Trailer)
Eine hektische Schnitzeljagd, die Archäologen zum Weinen bringen dürfte, aber insgesamt doch ganz unterhaltsam. Fortsetzung wahrscheinlich. 🍌🍌🍌
The Roses (Trailer)
Muss man einfach im Original schauen, denn niemand beleidigt so höflich wie die Briten. Benedict Cumberbatch und Olivia Colman sind einfach superb! 🍌🍌🍌🍌🍌
The Life of Chuck (Trailer)
Muss man sich drauf einlassen können. Ein ganz besonderer Film über den Wert und die Schönheit des Lebens. Mike Flanagan kann nicht nur Horror! 🍌🍌🍌🍌🍌

Mixtape Januar

Musikalisch spricht mir der Januar aus der Seele: Es war einfach nichts los. Ein paar Favoriten habe ich zwar in Serien eingesammelt, aber ich war echt kurz davor, die Playlist diesen Monat sein zu lassen.