Kram & Zeugs | Februar 2026

„Gestern habe ich auch endlich den Gummi in der Schlafanzughose ausgetauscht, die hier ohne Witz seit November (!) auf der Nähmaschine lag. War ein Aufwand von einer halben Stunde, du kannst dir nicht vorstellen, wie blöd ich mir hinterher vorkam.“ 
(aus meinem Tagebuch)

Ungelesene Bücher

Vor Jahren habe ich mal darüber gesprochen, dass in meinem Regal eine Handvoll Romane stehen, die ich aus den unterschiedlichsten Gründen nie gelesen habe. Das sind mit der Zeit schon weniger geworden, entweder, weil ich mich schließlich doch dazu durchgerungen habe, sie zu lesen, oder weil ich sie dann weggegeben habe. Man sollte sich nie von Büchern verrückt machen lassen, die vielleicht einfach nur nichts für einen sind.
Ein Buch allerdings hat jede dieser Runden bislang schadlos überstanden, obwohl mein erster Versuch, es zu lesen, mehr als nur frustrierend war. Die Rede ist von Philip K. Dicks „Valis“-Trilogie, die ehrlicherweise nur Einzug in mein Regal gehalten hat, weil damals ein paar Fans Parallelen zur Serie „Lost“ gezogen haben. Wie viel an diesen Gerüchten dran ist, konnte ich nie verifizieren, ich kam kaum über die ersten paar Seiten hinaus. Was für ein pseudo-religiöser Quark, dachte ich nur.
Warum also steht dieser Schinken seit gut zehn Jahren bei mir rum und wurde sogar bei zwei Umzügen mitgeschleppt? Dafür gibt es keine rationale Erklärung, Dick ist eine Sci-Fi-Legende, das Buch war teuer, vielleicht ist es doch genial? Also ist es jetzt noch mal auf meinem Nachttisch gelandet, und obwohl ich nicht behaupten will, diesmal mehr zu verstehen, empfinde ich die Lektüre immerhin als nicht mehr ganz so quälend. Na wenn das kein Gütesiegel ist …

Der Februar in Bildern

Die Ästhetik des Ungleichen

Über die „richtige“ Sortierung im Bücherregal wird unter Bibliophilen gern und viel gestritten, ästhetische Lösungen sind verpönt, alphabetische erst recht. Es mag euch angesichts meines Ordnungsfimmels überraschen, doch in meinem Bücherregal herrscht tatsächlich Anarchie. Ja, Reihen gehören zusammen, thematisch ähnliches nach Möglichkeit auch, aber ansonsten habe ich kein Problem damit, Bücher auch mal nur nach ihrer Größe zu sortieren.
Doch genau hier beginnen die Probleme. Ich bin wahrlich kein Monk, aber können wir bitte mal darüber reden, dass Verlage anscheinend nicht dazu in der Lage sind, innerhalb von Buchreihen ein Design durchzuhalten? Ist das Bosheit? Hier ein paar der absurdesten Beispiele in meinem Bücherregal:

Mixtape Februar

Nein, ich bin eigentlich kein Fan von Harry Styles. Aber ich muss gestehen, die erste Single aus seinem kommenden Album hat mich doch umgehauen. Was ich diesen Monat sonst noch so auf den Ohren hatte, könnt ihr wie üblich in meinem Mixtape nachhören.