„Irgendwie kann man zu Jysk gehen, wann man will, die sind eigentlich immer in einem permanenten Zustand des Um- und Einräumens.“ (aus meinem Tagebuch)
Instant Content
Kürzlich ging mir beim Blick in meinen YouTube-Feed auf, dass fast alle Creator, denen ich folge, mindestens ein Haustier haben. Hng, dachte ich, ob das wohl statistisch relevant ist? Dann allerdings ging mir auf, dass das vielleicht gar kein Zufall ist, sondern Teil der Content-Strategie. Denkt mal drüber nach: Wenn euch partout kein Thema fürs nächste Video einfällt, dann filmt ihr eben ein niedliches Katzenvideo. Instant Content!
Ich gebe zu, insgeheim bin ich darauf ein bisschen neidisch. Auf das Haustier sowieso, ich hätt so gern den Platz für eine Katze. Aber selbst die würde mir das Schreiben von Reviews nicht abnehmen oder Ideen für den nächsten Artikel liefern. Wenn ihr also mal wieder bei euch denkt, Maaaan, warum schreibt die Frau nicht schneller? Denkt einfach daran, dass ich keine Katze habe und mir jeden Content selbst aus den Rippen leiern muss.
Der Mai in Bildern











„Perfect people aren’t knowledgeable, they aren’t… wise. That’s what my brother says. Knowledge is for show-offs and people who don’t get out of the house enough, we’ve got Google, Wikipedia. Knowledge is a place where sexy should be.“
(Claire North „The sudden Appearance of Hope“)
Die Rückkehr des Sommerklassikers?
Wer mich länger kennt, wird den Begriff Sommerklassiker zwangsläufig schon mal gehört haben: Über Jahre hinweg habe ich stets während der Sommermonate einen Romanklassiker gelesen. Solch schwere Kost ist an leichten Sommertagen nämlich viel besser verdaulich, glaubt mir das. Zuletzt jedoch, das muss ich gestehen, habe ich diese kleine Tradition etwas vernachlässigt. Nicht, dass ich nicht weiterhin hier und da Klassiker eingestreut habe, es war nur nicht mehr dieses klare Vorhaben für den Sommer.
Dieses Jahr möchte ich den Sommerklassiker gerne zurückbringen, doch gibt es noch zwei kleine Hürden. Erstens will ich demnächst „Die Nebel von Avalon“ noch mal lesen (gute 20 Jahre nach der Erstlektüre), was mich bei gut 800 Seiten eine Weile beschäftigen dürfte. Und zweitens weiß ich nicht, welchen Klassiker ich mir vornehmen soll. Ich will zwar schon lange noch mal „Schuld und Sühne“ lesen, aber sollte ich für den Sommer nicht etwas wählen, was ich noch nicht kenne? Welche Klassiker empfehlt ihr?
Mixtape Mai
Auch diesen Monat könntet ihr mit meinem Mixtape wieder „Findet die Serie zum Song“ spielen. Vor allem freue ich mich immer, wenn die Macher auch mal ältere Stücke hervorkramen, die damals vielleicht an mir vorbeigegangen sind. Spotify wiederum ist ein sicherer Lieferant für Brandneues.
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Ich mag Katzen auch gern. Aber ich denke das Thema Haustier sollte man sich nie leicht machen. Es ist Verantwortung. Wenn man es ernst nimmt. Katzen sind finde ich pflegeleicht. Zumal wenn man auf dem Land wohnt und das Tier eifriger Freigänger ist. (An stürmischen Herbsttagen oder grimmigen Winternächten da weis mein Kater dann aber auch das Zimmer und die wohlige Wärme des Ofens zu schätzen). 🤭
Na schau, Jes. Radischen! Ich hoffe es hat gemundet und es bleibt nicht bei einer bescheidenen Ernte. Wo eines ist geht (Daumen gedrückt) wohl noch mehr.
Deine Sonnenuntergänge machen mich doch ein wenig neidisch. Keine Ahnung aber solche schönen Farben die gibt es hier nicht. Es sei denn du hast viel Chemische Industrie bei dir in der Nähe und es liegt womöglich daran. 😆 Wollen wir doch hoffen das nicht.
Hm. Bücherempfehlungen. Ich finde das sehr sehr schwierig. Ich meine ich habe da schon einiges im Kopf aber wenn ich so ein wenig über jedes Buch nachdenke, kommt dann immer so ein ‚Na ja‘. Dostojewski ist bei mir noch ein weisser Fleck und ich möchte schon mal etwas von ihm lesen oder meinetwegen auch von Tolstoi. Ich meine so richtig schöne Monumente von Romanen.
Und vielleicht schreibe ich hier doch noch ein Buch hin. Es ist von Peter Handke und zwar ‚Der kurze Brief zum langen Abschied‘. Es ist jetzt kein dicker schwerer Ziegelstein und ich weis gar nicht ob man es zu den Klassikern zählt aber in einer besonderen weise schwingt da für mich ein gewisses Gefühl ein etwas von Sommer mit.
Das ist es halt, ich finde Katzen großartig (gerade, weil sie nicht so auf einen fixiert sind wie Hunde), aber ich weiß auch, dass ich aktuell nicht die besten Voraussetzungen bieten könnte. Ich hoffe, das ändert sich eines Tages.
Tjaaa, „Schuld und Sühne“ hat mich damals umgehauen, aber es lag wohl mehr am Buch als an Dostojewski, denn „Der Idiot“ fand ich eher so meh. Von Tolstoi habe ich während der Oberstufe (neben der Schullektüre!) „Anna Karenina“ gelesen und geliebt. Ich denke aber, da hat geholfen, dass ich vorher eine Verfilmung gesehen hatte und ungefähr wusste, wer die Beteiligten sind. Bei „Krieg und Frieden“ musste ich nach zehn Seiten kapitulieren, zu viele Namen. 😣
Ja stimmt. Katzen sind sehr selbstständig und man muss auch nicht bei jedem Wetter mit ihnen raus und spazieren gehn. Die Katze gehn allein, denn da wil sie ja unter anderem in Muße Mäuse fangen oder was auch immer und bei schlechtem Wetter kommt, meine zumindest, gar nicht erst auf die Idee just jetzt um die Häuser zu ziehn.
Auch dieses schnurrende, flauschige anschmiegsame ist kaum zu unterschätzen. Ein wahrer Gegenpol in stressigen Zeiten. Und ob du wirklich ‚mehr‘ Content raushauen könntest. Möglich. Ich finde aber du schaffst eh sehr viel.
(Ich könnte so viel und so gut, selbst wenn es um mein Leben ginge nicht schreiben. Wenn ich denke wie lange ich oft an einem Kommentar herummurkse. Herrje. Und am Ende steht erst nicht das da was ich eigentlich sagen wollte.)
Von Krieg und Frieden habe ich gestern die Zusammenfassung auf Wikipedia gelesen. Oha. Das scheint ja tatsächlich etwas zu sein das einem als Leser wohl sehr fordert und einiges abverlangt.
Mit Büchern ist das so eine Sache. Man sollte das, denke ich auch nicht so eng sehen. Auch wenn einem ein Buch sehr gefällt und das Gegenüber wenig oder nichts damit anfangen kann. So ähnlich sich auch die Menschen sind so individuell sind sie auch und jedes Buch, obwohl der Text ja immer derselbe ist wird es bei jedem Lesen zu etwas einzigartigen.
Ich hoffe du findest noch deine passende Sommerlektüre. Mir hilft es oft wenn ich mich durch lange Liste scrolle und dann ist es da, das Buch, eine spontane Eingebung.