„Die Stadt ist offenkundig eine Zweigstelle der Hölle, anders lässt sich diese unmenschliche Hitze nicht mehr erklären.“ (aus meinem Tagebuch)
Ein spontaner „Rick and Morty“-Rewatch
Zur Vorbereitung auf die neunte Staffel habe ich die letzten Wochen damit verbracht, die ersten acht Staffeln von „Rick and Morty“ noch mal zu schauen. Das ist kein so riesiges Unternehmen, wie es jetzt vielleicht klingt, denn jede Staffel hat nur zehn Folgen und die sind jeweils nur zwanzig Minuten lang. Aber es war trotzdem eine erhellende Erfahrung, denn die Plots sind teilweise durchdachter als bei so mancher „ernsten“ Dramaserie.
Vor allem ist beeindruckend, wie oft Elemente immer wieder aufgegriffen und dadurch nach und nach komplexer werden, oder wie einzelne Plots ein bis zwei Staffeln später plötzlich wichtig werden. So manchen Zusammenhang habe ich tatsächlich erst jetzt begriffen. Nun allerdings bin ich gespannt, ob sie das Long Game durchziehen und Rick die in Staffel 3 erwähnte „Mulan Szechuan Sauce“ in einer der kommenden Staffeln irgendwann tatsächlich wiederfindet. „If it takes nine seasons.“
Der Juli in Bildern
It’s hot in here
Wir können nicht über diesen Monat reden, ohne die (wörtliche) Hitze im Raum anzusprechen. Ich war nie ein Fan des Hochsommers, aber in den letzten Jahren habe ich ihn regelrecht hassen gelernt und möchte gerade eigentlich nur jedem rechts und links eine scheuern, der von der Sonne und den langen Tagen schwärmt. Wer so redet, wohnt offensichtlich nicht in der Rheinebene. Dort haben wir die letzten Wochen nämlich jede aus Frankreich kommende Hitzeglocke mitgenommen.
Für alle, die meinen, es sei „doch gar nicht so schlimm“ und von „endlich wieder richtig Sommer“ schwärmen, hier noch mal die Zusammenfassung: Zwölf Tage hintereinander Tagestemperaturen zwischen 35 und 38 °C, Höhepunkt am vorletzten Tag mit 40 °C. Nächtliche Temperaturen die ganze Zeit nie unter 20 °C, folglich stetige Aufheizung der Wohnung, am Ende dauerhaft 28 bis 30 °C. Die tagelang vorhergesagte Abkühlung fiel dann auch aus, stattdessen hatten wir anschießend zwei Wochen lang „nur noch“ 30 bis 33 °C. Und die nächste Hitzewelle wartet schon.
Das Bitterste ist, dass ich den Großteil meiner Sommergarderobe bisher noch nicht mal angerührt habe. Da wir die angenehmen Temperaturen direkt übersprungen haben, rotiere ich nur durch dieselben drei Shorts und fünf Tops. Ich würde auch gerne behaupten, ich hätte bewusst antizyklisch geshoppt, als ich mir die Tage einen Weihnachts-Sweater bestellt habe. Aber die Wahrheit ist, ich wünsche mir gerade einfach nur noch Winter.
Mixtape Juli
Auch meinem Mixtape ist der „Rick and Morty“-Rewatch deutlich anzumerken, entschuldigt. Zum Ausgleich gibt’s auch noch ein bisschen „The Vampire Lestat“. 😝
5

















Kopf hoch, Jes. Irgendwann ist dieser Sommer auch mal zu Ende.
Ich lasse dieses sehr heiße Wetter meist in stiller Demut an mir vorübergehen. Aber ja, es wird schon zur Belastungsprobe wenn man im Freien arbeitet oder ohne Klimaanlage. Die Krux ist wie du sagst wenn die Nächte nicht mehr richtig abkühlen. Obwohl bei mir hier hat es schon deutlich abgekühlt. Die letzten zwei Tage musste ich am Morgen eine Jacke anziehen. Es war wirklich kalt. Ungelogen.
Aber abwarten was die nächsten Wochen noch alles so bringen. Winter würde ich aber jetzt doch nicht wollen. Vor allem wenn man einen Freiluftberuf hat so wie ich. Mit Hitze kann ich trotz allem besser auch wenn es manchmal quälend ist. Kälte hat so etwas trost- und hoffnungsloses.
Aber hey, Sommer. (Ich habe das jetzt natürlich nicht gesagt). Und weil mir jetzt so die jungen Leute auffallen die überall arbeiten. Wenn du es gerne kühler hättest, so ein Sommerferialpraktikantinnenjob so Richtung Nordpol. Du hast da ja wohl noch immer ein paar alte Kontakte… .
Zumal ich mir denken kann das dort oben auch um diese Jahreszeit eine ordentlich kühle Brise weht. Und nach Dienstschluss; ab ins Nordpolarmeer zum planschen. 🥶
Hört sich das nicht toll an? Keine Angst ich hör schon auf.
Trotzdem Jes, sei Tapfer.
(Deine Blumen sind schön. Sessel und Hocker schauen gemütlich aus. Ich hoffe du bist zufrieden).
Ich hab das ja schon vor ein paar Tagen geschrieben, und aktuell ist es hier auch etwas kühler. Aber ich betone: kühler, nicht kühl. Und ausgerechnet, wenn jetzt bald mein Urlaub beginnt, steht auch schon wieder die Hitze vor der Tür, dabei wollte ich eigentlich hier und da was unternehmen. Für mich ist es tatsächlich so, dass ich mit Kälte wesentlich besser umgehen kann als mit Hitze. Man kann immer MEHR anziehen, aber irgendwann nicht mehr WENIGER. 😉 Insofern, ja, ich scherzte schon, Skandinavien ist echt eine Option…
Hm, ja. Klar mehr geht immer. Meine größte Angst ist dann aber die entgültige Erstarrung unter unzähligen Schichten Kleidung.😆
Wie dem auch sei. Ich meine, ein Sommer ohne Klimaanlage (ich besitze keine) ist ungefähr so wie ein Winter ohne ähm, unzureichender Heizung.
Ist irgendwie, wenn man wählen sollte, wie Pest oder Cholera. Beides nicht angenehm. Oder wie du sagst, etwas näher hin zum Pol.
Vielleicht sind ja das die neuen gemäßigteren Breiten.🤔