Kram & Zeugs | August 2026

„Die Einkaufsstraße ist mittlerweile durch den ganzen Umbau die reinste Betonwüste, keine Bäume, kein Schatten, nichts. Die Hitze strahlt einen praktisch von allen Seiten an, gefühlt waren es dort heute ohne Witz 40 °C.“ (aus meinem Tagebuch)

Wake me up when Summer ends

Zugegeben, der Wetterbericht führt mich seit Wochen an der Nase herum. Ständig heißt es, ja, ja, nächste Woche wird es kühler. Aber irgendwann ganz bald ist es bestimmt so weit und dieser Horrorsommer zu Ende. Ein paar Dinge, auf die ich mich freue, wenn die Hitze endlich vorbei ist:

  • Die Energie für irgendwas neben dem absolut Notwendigen haben.
  • Schokolade wieder griffbereit neben dem Sofa haben statt im Kühlschrank.
  • Kleidung nicht mehr als Feind wahrnehmen.
  • Ohne Gefahr eines Hitzschlags bügeln können.
  • Nicht mehr den Großteil des Tages im Dunkeln sitzen müssen, um die Hitze draußen zu halten.
  • Schlafen. Endlich wieder schlafen.

Der August in Bildern

Sport Mode ist Mord

Ich liebe Mode, und wann immer ein Kleidungsstück plötzlich heiß diskutiert wird, bin ich ganz Ohr. So hat mich die „Zara Death Pants“ oder auch „Killerhose“ dieser Tage zum Nachdenken gebracht. Vorweg, es geht dabei um eine lange, fließende Palazzohose, die offenbar in extremer Überlänge verkauft wird und gerade reihenweise Frauen persönliche Bekanntschaft mit dem Asphalt machen lässt. Und ja, die erste Frage hier sollte eigentlich lauten: Wer zum Teufel kauft sich für knapp 26 Euro eine Hose aus 100 % Polyester?
Im Kern beleuchtet diese Hose eines der zentralen Probleme von Fast Fashion: Kleidung wird heute meist am Reißbrett entworfen und billig produziert, ohne an echte Menschen angepasst zu werden. Das muss man nicht gut finden, aber wenn man solche Mode schon kauft, sollte man vielleicht einfach selber den Saum kürzen? (Mit meinen 1,57 Metern mache ich das schon mein ganzes Leben lang, das ist kein völlig unzumutbarer Aufwand für ein Kleidungsstück, das man tragen möchte.)
Bei der ganzen Diskussion blieb ich jedoch an einer Überschrift in einem Artikel hängen: „Zu blöd zum Laufen?“ Natürlich rudert man sofort zurück, aber ich gebe zu bedenken, vielleicht ist da doch was dran. Ohne die Errungenschaften moderner, bequemer Kleidung herunterspielen zu wollen, aber wenn man sonst nur Jogginghosen trägt, braucht man sich nicht wundern, wenn man bei einer Satinhose über die eigenen Füße stolpert. Es fehlt schlicht die Übung, und das sage ich als jemand, der Jahre gebraucht hatte, bis er den Saum langer Röcke zum Treppensteigen nicht mehr anheben musste.

Mixtape August

Wieder eine kurze Playlist, denn sollte es dieses Jahr Sommerhits geben, würde ich sie sowieso nicht hören wollen. Stattdessen habe ich ein paar Souvenirs aus Serien sowie kleine Perlen des Spotify-Algorithmus‘ mitgebracht.