Daredevil | Blindsided (3×04)

„The lies that keep us safe are the ones worth telling.“


Matts Versuch, im Gefängnis mehr über Fisks Machenschaften zu erfahren, endet in einer gewaltsamen Revolte. Spoiler!

The real heroes are ridiculed and dismissed

Matt verschafft sich mit Foggys Ausweis Zutritt zum Gefängnis, um mehr über Wilson Fisk und seine Pläne herauszufinden. Dort jedoch gerät er unvermittelt in eine Falle und muss ums nackte Überleben kämpfen. Unterdessen lässt sich Foggy von seiner Freundin überzeugen, als Bezirksstaatsanwalt zu kandidieren, und sichert sich dafür die Unterstützung der Polizei.

Auf Leben und Tod

Ich schätze, bei dieser Folge kommen wir nicht darum herum, zuerst über die Kampfsequenz im Gefängnis zu sprechen. Zehn Minuten komplexer Choreographie mit rund zwei Dutzend Beteiligten, und das ohne einen einzigen Schnitt: Damit dürfte „Daredevil“ einmal mehr Standards setzen.

Was diese Sequenz so herausragend macht, ist jedoch ihre inhaltliche Relevanz. Es geht nicht einfach darum, sich prügelnde Menschen zu zeigen, wir erleben in diesen atemlosen zehn Minuten vielmehr, wie sich Matts leise Befürchtung, dass sein kleiner Identitätsschwindel auffliegt, in einen Kampf auf Leben und Tod verwandelt. Und dem ist er eigentlich nicht gewachsen: Er hat sich immer noch nicht vollständig erholt und geht ohne jeden Plan da rein.

Weil er weiß, dass er diesmal keine Chance hat, versucht es Matt schließlich mit Diplomatie. Und so erfährt er, dass der Angriff auf Fisk fingiert und seine Unterbringung im Hotel folglich geplant war.

„Only I, Foggy Nelson, can be ghosted by a ghost.“

Derweil woanders

Foggys Vorhaben, als Bezirksstaatsanwalt zu kandidieren, ist da fast nur noch eine Randbemerkung. Zugegeben, die Idee, sich selbst in den Fokus zu rücken und auf diese Weise eine Art Sicherheitsnetz zu schaffen, ist nicht dumm, wirkt im Augenblick aber wie eine erzählerische Sackgasse. Zumindest, wenn er nicht gewinnt.

Karens Begegnung mit einer Gruppe Halbstarker, die sie mit ihrer Waffe in die Flucht schlägt, mutet fast noch seltsamer an. Wohin man damit will, wird derzeit noch nicht ganz klar, doch ich zumindest hatte den Eindruck, dass ihr dieses Gefühl von Macht durchaus gefällt. Wer weiß, vielleicht versteht sie dadurch auch Matt und seine Obsession etwas besser.

Das Böse erkennt seinesgleichen

Interessant aber, dass Fisk deutlich spürt, dass Dex nicht wie die anderen FBI-Agenten ist, obwohl er sich ihm gegenüber nicht anders verhält als sie. Er scheint ihn bereits fest in seine Planung miteinzubeziehen, denn welchen anderen Grund sollte er sonst haben, für ihn zu lügen?

Blindsided Notes

• Foggy will nicht mehr für Matt lügen und erzählt Karen, dass er noch lebt. Sehr gut!
• Hm, wir erfahren nie, was in der Spritze war. Also doch nur ein Beruhigungsmittel?
• Aber Fisk wusste bisher nicht, dass Matt Daredevil ist? Deshalb sein Kommentar, für einen Blinden hätte er erstaunliche Reflexe, oder?
• Apropos, ich glaube, es ist durchaus Absicht, dass wir noch nicht erfahren, wie zum Teufel Fisk in der Lage ist, Matt zu beobachten und anzurufen. Dex ist noch nicht auf seiner Seite, also ein anderer FBI-Mann? Nadeem?

4 ½ von 5 ungeschnittenen Bananen.

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