The Magicians | The Fillorian Candidate (3×12)

„First rule of politics on Earth. All you have to do is say it. It doesn’t have to be true.“


Um die Macht in Fillory wiederzuerlangen und mit den Elfen verhandeln zu können, rufen Eliot und Margo demokratische Wahlen aus. Spoiler!

All we mortals know is that we are not meant to know
Weil die Elfenkönigin nur mit der Monarchie von Fillory verhandeln will, rufen Eliot und Margo die Demokratie aus und liefern sich einen erbitterten Wahlkampf mit Tick. Derweil wachsen Julias Kräfte weiter, sie hört nun die Gebete der Menschen und versucht zu helfen, wo sie nur kann. Um herauszufinden, was es mit dem „Castle of Gods“ auf sich hat, müssen sie allerdings einen Gott befragen, weshalb Kady sie überredet, den mittlerweile machtlosen Reynard ausfindig zu machen.

Julia und Kady schließen das Kapitel Reynard ab
Wenn man bedenkt, wie lange sich die Staffel an zum Teil recht nebensächlichen Geschichten aufgehalten hat, wirkt diese Folge schrecklich übereilt. Das macht sich fast am meisten bei Julia und Kady bemerkbar, die endlich die Chance erhalten, mit dem Kapitel Reynard abzuschließen. So befriedigend die Szene ist, sie nimmt bei weitem nicht den Raum ein, den sie einnehmen müsste, wenn man das Trauma zugrundelegt, das Julia durch ihn erlitten hat. Am Ende wirkt dieser Ausflug daher nur wie ein Vehikel dafür, dass sie eine Waffe erlangen, die einen Gott töten kann. Oder was sonst sie im „Castle“ erwarten mag. (Die Vorstellung einer Kreation vor den Menschen hat seinen Reiz, ich hoffe sehr, sie machen etwas draus.)

Margo: „You’re making a promise you can’t keep.“
Eliot: „Bambi, first rule of politics on Earth. All you have to do is say it. It doesn’t have to be true.“

High Queen Margo
Ähnlich überstürzt fällt Margos Weg an die Spitze Fillorys aus, wenngleich das auch ein bisschen der Tatsache geschuldet ist, dass ihre Motivation die ganze Staffel über nicht richtig klar gemacht wurde. Sicher, ihre Regierungszeit hat sie viel gekostet, aber wäre das für viele nicht eher ein Grund gewesen, aufzugeben? Diese Sturheit war mir immer ein Rätsel, zumal der in dieser Folge präsentierte Ansatz, dass sie sich auch um die Belange der tierischen Bevölkerung Fillorys sorgt, viel interessanter und auch schlüssiger ist. Anders als Eliot ging es ihr nie um die Macht an sich, sondern darum, einen Unterschied zu machen – und gerade das hätte man wesentlich besser herausarbeiten können, denn Margo ist verdammt noch mal eine tolle Frau! (Und kaum haben wir ihre Krönung überstanden, wird innerhalb von zwei Minuten auch der Konflikt mit den Elfen beendet, sie kriegen den noch fehlenden Schlüssel und Margo ihr Auge wieder. Was ein Tempo!)

Mehr Alice/Quentin-Drama
Was man wiederum von Alice nicht behaupten kann, ich war nie so gelangweilt von ihr wie in dieser Staffel. Da wurde auf der einen Seite versucht, sie von dem Idealbild zu lösen, dass Quentin von ihr hat, um zu zeigen, dass sie eine eigenständige Persönlichkeit ist, auf der anderen Seite aber kam doch jeder Plot um sie am Ende wieder auf Quentin zurück. Und so ist es auch wieder einmal er, der ihr Vernunft einredet, als er herausfindet, dass sie der Bibliothek die Macht über die Magie übergeben will, sobald sie wieder angeschaltet ist. Ganz abgesehen davon, dass mir unbegreiflich ist, wie Alice nach allem, was sie erlebt haben, ernsthaft glauben kann, dass das eine gute Idee ist.

„Just imagine, an montage. A group of fine looking grad students were invited to a secret school for magic, where a bunch of stuff happened that doesn’t really matter until they ran into a mysterious figure. An answer to a riddle they didn’t even know to ask.“

Opfer sind nötig
Was Quentins Gespräch mit seinem Vater über ihn aussagt, bin ich mir noch nicht sicher. Es ist unerwartet, aber auch stark, dass er ihn explizit nicht um Erlaubnis fragt, die Magie zurückzuholen. Das Ganze ist mittlerweile zu groß, um auf die Befindlichkeiten Einzelner Rücksicht zu nehmen, es zeigt aber auch eine gewisse Reife vonseiten Quentins, dass er seinem Vater sagt, er hat zu viel erlebt und zu viel geopfert, um jetzt aufzugeben. Selbst, wenn das bedeutet, dass er wieder krank wird.

The Fillorian Notes
• Joshs Zusammenfassung für Penny 23 am Anfang war großartig.
• Auch wenn ich nicht glaube, dass wir den Original-Penny zum letzten Mal gesehen haben, scheint es, als wollten die Autoren Penny 23 als Ersatz etablieren.
• So rasant, wie Julias Kräfte wachsen, erwarte ich eigentlich jederzeit den großen Knall. Wie lange wird sie noch Gutes tun wollen? („You think it’s easy being a God?“ meint Reynard.)

4 von 5 demokratisch gewählten Bananen.

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