A Series of unfortunate Events | The austere Academy (2×01+02)

„You probably shouldn’t be here. This is a secret passageway in a restricted area, about one-third of the way through a dreadful and upsetting story.“


Die Baudelaires kommen in ein Internat und lernen dort die Quagmeir-Waisen kennen. Doch auch Graf Olaf lässt nicht lange auf sich warten. Spoiler!

Just tell me what you want, what you really, really want
Die Baudelaires kommen auf die Prufrock Preparatory School, wo sie in einem heruntergekommenen Schuppen leben müssen. Ihr Schicksal scheint sich zu wenden, als sie Duncan und Isadora Quagmeir kennenlernen, deren Eltern ebenfalls bei einem mysteriösen Brand gestorben sind. Dann aber taucht auch Graf Olaf wieder auf, getarnt als Sportlehrer, der die drei Waisen durch nächtlichen Sportunterricht derart zu erschöpfen hofft, dass sie bei der Prüfung ihrer schulischen Leistungen versagen und von der Schule fliegen.

„In a world too often governed by corruption and arrogance, it can be difficult to stay true to one’s philosophical and literary principles.“

Neue Verbündete, alte Feinde
Wieder einmal wiegt uns „A Series of unfortunate Events“ in falscher Sicherheit, als Klaus, Violet und Sunny in den Quagmeir-Geschwistern endlich Verbündete finden und feststellen, dass ihre Eltern Teil von etwas Größerem gewesen sein müssen. Die Schule hat sogar einen „hochmodernden“ Computer, der sicherstellen soll, dass sich Graf Olaf nicht einschleicht – doch die Technik erweist sich als ausgesprochen fehlbar. Welchen Plan Olaf verfolgt, bleibt dabei lange im Dunkeln und schlägt schließlich fehl, als die Waisen dank der Hilfe der Quagmeirs die Prüfung bestehen. So entgehen sie Graf Olaf einmal mehr, doch der nutzt die Gelegenheit und entführt stattdessen Duncan und Isadora.

Die Baudelaires haben zahlreiche Unterstützer
Auch wenn natürlich wie immer alles äußerst betrüblich scheint, zeigt uns dieser Staffelauftakt aber auch, dass die Baudelaires inzwischen eine Menge Unterstützer haben, die ihnen helfen wollen. Zum Beispiel Larry, den wir bereits aus „The wide Window“ kennen, und der versucht, den Kindern „The incomplete History of Secret Organisations“ zukommen zu lassen. Das misslingt leider gründlich, worauf er selbst von Jacques Snicket gerettet werden muss (den wir hoffentlich auch nicht zum letzten Mal gesehen haben), das Buch aber fällt am Ende zufällig den Quagmeirs in die Hände. Und da ist auch die Bibliothekarin Olivia, die trotz erheblicher Einschränkungen bemüht ist, den Kindern bei der Suche nach dem Buch zu helfen. Von Arthur Poe freilich dürfen wir auch weiterhin keine Glanzleistungen erwarten.

„My body is a temple. I would never sully my skin the way so many young people do nowadays, with their hedonistic lifestyle of loud music and abstinence.“

Selbstreferenziell und amüsant
Dass die Serie mit ihrem außergewöhnlichen Erzählformat außerdem auch extrem selbstreferenziell ist, war einer der Gründe, warum ich von der ersten Folge an begeistert war. Diesem Stil bleibt man auch in der zweiten Staffel treu, die dort beginnt, wo die erste aufhörte: mit den drei Geschwistern auf einer Bank in der Prufrock Preparatory School. Klaus sinniert, dass es ihm so vorkommt, als säßen sie bereits Monate auf dieser Bank – lange genug, dass aus Baby Sunny ein Kleinkind geworden ist. Und das ist die bei weitem amüsanteste Art, wie das Problem zu schnell wachsender Kinder in Serien jemals thematisiert wurde.

The austere Notes
• Graf Olaf brüstet sich vor seinen Untergebenen, dass sein IQ im oberen zweistelligen Bereich liegt. Äh … ja.
• Das Schulmotto „memento mori“ bzw. „remember you will die“ erfährt in der Kantine eine subtile Anpassung: „remember you will diet“.
• Die Quagmeirs besitzen die andere Hälfte des Fernglases der Baudelaires, mit dem sich offenbar auch Codes entschlüsseln lassen. Wie die Kinder ist am Ende aber auch das Fernglas wieder getrennt.

4 von 5 steppenden Bananen.

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