Deep Space Nine | Babel (1×05)

„You’re absolutely right, sir, I knew I’d forgotten something! Can’t have the operations chief sitting around daydreaming when there’s work to be done, can we?“


O’Brien setzt bei Reparaturarbeiten versehentlich ein altes Virus frei, durch das bald die ganze Station unter Aphasie leidet. Spoiler!

Let birds go further loose, maybe

Chefingenieur Miles O’Brien ist im Stress: Nichts auf der Station funktioniert, und er ist im Dauereinsatz, um alles zu reparieren. Als er die Replikatoren instand setzt, aktiviert er dabei versehentlich ein Virus, das bereits vor 18 Jahren beim Bau der Station platziert wurde – und spricht bald darauf nur noch Kauderwelsch. Als dann auch noch Quark einen der Replikatoren nutzt, um seine schleppenden Geschäfte wieder in Gang zu bringen, verteilt er das Virus in Windeseile auf der ganzen Station.

Reden ist Silber

Ich hatte diese Folge wesentlich schlechter in Erinnerung und fand sie am Ende sogar ganz unterhaltsam. Eine Geschichte über ein Virus, das dazu führt, das keiner mehr mit dem anderen kommunizieren kann, ist nicht ganz einfach zu erzählen, vor allem, da die Protagonisten miteinander reden müssen, um das Problem zu lösen. Aber das führt am Ende zu einigen recht amüsanten Konstellationen, beispielsweise wenn dann nur noch Odo und Quark übrig sind, um auf der Ops die Stellung zu halten und zu verhindern, dass die Explosion eines angedockten Schiffs die ganze Station auseinanderreißt.

Odo: „Unauthorized entry into crew quarters is a crime, Quark. You could have just asked to use the replicators.“
Quark: „There’s an old Ferengi saying: ‘Never ask when you can take.’“

Wer andern eine Grube gräbt

Es entbehrt natürlich nicht einer gewissen Ironie, dass sie es mit einem Sabotageakt zu tun bekommen, den die Bajoraner selbst geplant hatten. Es ist höchstens ein wenig seltsam, dass nie jemandem aufgefallen ist, dass der Anschlag nicht stattgefunden hat, denn ich gehe mal davon aus, dass der Wissenschaftler, der das Virus entwickelt hat, nicht der Einzige war, der daran beteiligt war. Die Entführung von Sumak jedenfalls ist eine Verzweiflungstat, denn eigentlich weiß Kira nicht, ob er ihr helfen kann. (Wobei ich sagen muss, es ging am Ende auch etwas schnell. Bashir muss jede Menge Vorarbeit geleistet haben, denn gefühlt braucht Sumak fünf Minuten am Computer, um das Gegenmittel zu finden.)

Was du heute kannst besorgen

Und ist O’Brien eigentlich ganz allein dafür verantwortlich, dass die Technik der Station ordentlich funktioniert? Zu Beginn der Folge sieht man zwar mal kurz drei Männer, die er bei der Reparatur anleitet, danach allerdings wird nur noch er allein herum gescheucht. Das ist wirklich nicht sehr weitsichtig gedacht, vor allem angesichts der schieren Größe von Deep Space Nine. Hoffen wir also, dass O’Brien nach diesem Debakel ein Team bekommt.

Close the Reverse Harbor!

• Schade, dass wir um das Vergnügen gebracht wurden, zu sehen, wie sich zwei so unterschiedliche Frauen wie Dax und Kira anfreunden. Sie sind jedenfalls schon so weit, dass sie übers Frausein tratschen.
• Fandet ihr es nicht komisch, dass Keiko nicht ein einziges Mal ans Krankenbett ihres Mannes gekommen ist?

3 von 5 unverständlichen Bananen.

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